Wenig Beute

Ein phantastisches Bild lieferten die Störche, die im Eichenpark Station machten. (Foto: W. Kirschning)

Zwei Störche zu Gast im Eichenpark

Langenhagen. Es war kein kurzer Besuch, aber ein erstaunlicher: mindestens dreieinhalb Stunden lang waren in der letzten Woche im Eichenpark zwei Störche auf der Wiese zwischen dem Schulzentrum und der Stadtparkallee zu beobachten. Mit typischem Stechschritt kontrollierten sie die gesamte Fläche. "Es ist anzunehmen, dass die Vögel auf Futtersuche waren", sagt Werner Kirschning aus dem Vorstand der naturkundlichen Vereinigung Langenhagen (NVL). Die Wiese war kurz vorher gemäht worden. Die Jagd auf Mäuse, Heuschrecken oder dicke Käfer ist für die Störche so einfacher. "Leider ist der Storch in Langenhagen äußerst selten zu sehen. Zu vermuten ist, dass es sich um umherziehende Jungtiere handelt, zur Brut schreiten sie oft erst nach dem vierten Lebensjahr. Der Eichenpark stellt kein ausreichendes Biotop dar", erklärt er. Dazu gehöre nicht nur ein Nistplatz, der sei im Wasserturm sogar noch realisierbar, sondern auch ein ausreichendes Futterangebot. "Und das fehlt leider", meint der Naturliebhaber, denn zu überpflegt und ausgeräumt sei das Gebiet. "Noch vor wenigen Jahren konzertierten riesige Mengen von zirpenden Heuschrecken auf dieser Wiese. Jetzt suchen die Störche vergeblich nach Beute", bestätigen Spaziergänger, die sich am Anblick der Störche erfreuten. Sie blieben für längere Zeit stehen und haben keine der typischen Fang- und Schluckbewegungen beobachtet.