Wenn das Kuscheltier auf eine lange Reise geht

Heiße Phase bei „Weihnachten im Schuhkarton“ läuft an

Langenhagen (ok). Der Fußball-Kaiser hat es aufgebracht; es ist zum geflügelten Wort geworden. „Ja, is denn heut scho Weihnachten“, heißt es immer, wenn die Tage und Nächte richtig kalt werden. Heute noch nicht, aber es dauert auch kaum länger als einen Monat, bis das Christkind vor der Tür steht. Zeit für die heiße Phase der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“, bei der Pakete für die Ärmeren – hauptsächlich in Osteuropa – gepackt werden. Eine Sammelstelle in Langenhagen ist die Firma Logiline, andere Anlaufpunkte stehen im Internet. Bei der virtuellen Spedition war in der vorigen Woche Deadline, die Pakete gingen dann an eine größere Sammelstelle, bevor sie auf die Reise gen Osten geschickt. „Viel geht nach Bulgarien und Rumänien“, weiß Sebastian Tschöpe von Logiline. Fast auf den letzten Drücker kamen Kinder der Arche, hatten dafür aber jede Menge Pakete dabei. Insgesamt 61. „Wir steigern uns von Jahr zu Jahr“, freut sich Organisator Dündar Karahamza. Rund sechs Wochen Vorlauf brauchen Eltern und Kinder für das Packen der Pakete, die auch diesmal wieder prall gefüllt waren. Kleidung, Schuhe, Bälle, Puppen, Stifte, Malblöcke, Turnbeutel und Süßigkeiten – mehr geht kaum noch. Oder doch? Lea hat sich sogar von ihrem Kuscheltier getrennt, an dem eine Menge Emotionen hängen. Aber für die Kinder, die eher auf der Schattenseite des Lebens stehen, hat sie sich gern getrennt.