Wenn die Brücke stündlich hochklappt

Sicherheit steht beim ACL ganz oben.

ACL 74 hat Spaß in Kappeln

Langenhagen. Der Akkordeon-Club-Langenhagen 74 hat in der ersten Ferienwoche seine alljährliche Übungsfreizeit gestartet und war mit etwa 30 Teilnehmern im schönen Kappeln an der Schlei. Ausgerüstet mit Akkordeons, Fahrrädern und viel Gepäck zum Spielen und Spaß haben ging es mit Privatautos und zwei großen Autoanhängern in Richtung Norden durch den Elbtunnel in die schöne Landschaft Schleswig-Holsteins. In der Jugendherberge angekommen wurden zunächst mit lautem Hallo die Zimmer inspiziert und die Umgebung erkundet. Die Jugendherberge liegt mit einem traumhaften Blick auf die Schlei direkt an der berühmten Schlei-Brücke, die jede Stunde ihre Tore hochklappt, um wartende Schiffe dann hindurch zu lassen. Ein atemberaubender Anblick, wenn man direkt davor steht und die Fahrbahn steil in die Luft ragt.
Alle Teilnehmer zwischen drei und 71 Jahren beeindruckte dies gleichermaßen aber auch das Akkordeonspielen kam in dieser Übungsfreizeit natürlich nicht zu kurz. Diszipliniert übten die Kleinsten unter der Leitung ihrer Lehrerin Ina Voigt und die Größeren teilweise allein oder unter gemeinschaftlicher Leitung. Mit viel Freude am Spielen erklangen die Räume in der Jugendherberge voller Akkordeonmusik und lockten so manchen „Fremden“ mit großem Interesse an, um einmal zu schauen, wo denn so schöne Musik herkommt. Die Jugendleiter Ulrich Pannkoke und Nadine Kaufmann hatten das Organisatorische und die Kinder wieder voll im Griff, und so wurden auch immer wieder Übungspausen eingelegt, um gemeinsam mit dem großen Schwungtuch zu spielen oder bei Ballspielen den nötigen Ausgleich zu schaffen.
Da der Sonnengott es gut mit den Reisenden meinte,wurden vier volle Tage am wunderschönen Sandstrand verbracht. Der Strand liegt jedoch sieben Kilometer entfernt von der Jugendherberge und daher wurde die Strecke mit den mitgenommenen Fahrrädern zurückgelegt. Da Sicherheit bei den ACL-Vereinsreisen höchste Priorität hat, wurden extra für diese Freizeit Sicherheitswesten mit Clubaufdruck angeschafft, um bereits von Weitem auf die fröhliche Radeltruppe aufmerksam zu machen. Auch wenn die Weste für die Kleinsten eher ein Kleid war, hatten alle viel Spaß damit. Am Strand angekommen wurde sogleich der große Gummi-Megaball mit einem Durchmesser von 1,50 Meter aufgeblasen und den ganzen Tag gequält. Während die Kleinsten am Strand Kuchen backten oder Sandburgen bauten, zog es die Größeren zum Beachvolleyball oder in die kühle Ostsee, um das Meer zu entdecken oder einfach nur zu toben. Für Jeden war etwas dabei aber nach täglichem 14-Kilometer-Rad- fahren waren die Jugendlichen jedoch noch lange nicht k.o. So gab es am Abend immer wieder neue Events, zum Beispiel die Disco im Keller der Jugendherberge, ein Kinofilm im Tagesraum oder Spiele im Freien oder drinnen. Langeweile war ein Fremdwort. Auch eine Schifffahrt auf der Schlei zählte zu den größeren Abenteuern, da es an dem Tag so stürmisch war, dass große Wellen an das Schiff klatschten und ein Anlegen am vereinbarten Endpunkt nicht möglich war, so dass die ersehnte Rückfahrt mit der historischen Dampflok leider im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fiel. Am letzten Tag wurde die Innenstadt Kappelns noch einmal unsicher gemacht und bei einem ausgiebigen Stadtbummel konnte auch das letzte Taschengeld der Kinder gut untergebracht werden. Schöne Souvenirs für die Eltern und anderen Familienangehörigen, die in Langenhagen bleiben mussten, wurden erstanden, und immer wieder war die Klappbrücke über die Schlei mit dem Stadthafen ein Anziehungspunkt für alle.
Am letzten Abend gab es ein kleines Konzert in der Jugendherberge, bei dem alle Aktiven einmal vorstellten, was während der Freizeit erlernt wurde, und das war schon beeindruckend.