Wenn es dann doch teurer wird

Maximale Kostenschätzung für Gymnasium-Neubau aktuell bei 95,6 Millionen Euro

Langenhagen (ok). Erst waren es 67,9 Millionen Euro plus/minus 20 Prozent, jetzt sind wir bei 83,1 Millionen Euro plus/minus 15 Prozent. Die Rede ist von den Kosten für den Neubau des Gymnasiums an der Pferderennbahn. Sollte es im schlechtesten Fall auf eine 15-prozentige Steigerung hinauslaufen – inklusive Risikobewertung von zehn Prozent und Baupreissteigerung von etwa 4,85 Prozent – läuft der Preis nach Auskunft der Verwaltung auf rund 95,6 Millionen Euro brutto hinaus. Wie es zu diesen großen Kostenunterschieden kommt? „Die 67,9 Millionen Euro sind in der Planungsphase Grundlagenermittlung festgestellt worden, die 83,1 Millionen Euro in der so genannten Vorentwurfsplanung“, sagt Stadtbaurat Carsten Hettwer. Bei weiterem Baufortschritt wird es noch engmaschiger, die möglichen Ausreißer nach oben oder unten geringer. Und die Verwaltung versucht schon Kosten zu sparen, hat in den Beschlussvorschlag eine Einsparung von rund 222.000 Euro eingearbeitet. Es ging um die Reduktion der Laubengänge im Norden zwischen den Clustern. Weiteres Einsparpotenzial sehen die Verantwortlichen unter anderem bei einer Reduktion des Glasanteils der Sporthallenfassade, bei Massiv- statt Hybridbauweise, bei Stahl- statt Holzfachwerkträgern oder aber auch bei einem Verzicht auf eine Photovoltaikanlage. Der größte Brocken wäre abr der Enfall der mechanischen Lüftung in den einzelnen Klassenhäusern. Etwa 1,3 Millionen Euro. „Dadurch könnte eine Reduzierung der Raumhöhen erfolgen“, sagt Architektin Ramona Mellin aus dem Fachdienst Hochbau. Allerdings empfiehlt die Verwaltung, den Einsparvorschlägen nicht zu folgen. Die Entscheidung liege aber natürlich beim Rat der Stadt Langenhagen. Was die IGS angeht, rechnet Stadtbaurat Carsten Hettwer etwa mit ähnlichen Kosten. Diskutiert werden die Vorschläge in der nächsten Sitzung des technischen Schulbauausschusses am Montag, 18. März, ab 17.45 Uhr im Ratssaal. Weitere wichtige Tagesordnungspunkte: die Erweiterung und Aufstockung der Robert-Koch-Realschule und die Anmietung von Containern für die Hermann-Löns-Schule während einer 24-monatigen Phase der Sanierung und des Neubaus. Zu Beginn und im Anschluss an die Sitzung findet wie immer eine Einwohnerfragestunde statt.