Wertstoffhof kommt

Froh über eine Lösung zum Standort für den neuen Wertstoffhof sind (v.l.n.r.) Tjark Bartels, Axel Priebs, Kornelia Hülter und Friedhelm Fischer.

Passendes Grundstück in Bissendorf gefunden

Langenhagen (gg). Nur wenige Kilometer vom dem bisher diskutierten Standort am Kiebitzkrug soll nun in Bissendorf, an der Straße „Auf der Haube“, ein neuer Wertstoffhof entstehen. Zusammen mit den Bürgermeistern Friedhelm Fischer und Tjark Bartels hat die Aha Verbandsgeschäftsführerin Kornelia Hülter dafür in einem Pressegespräch den Stand der Planung erläutert. „Wir wollen im nördlichen Regionsgebiet auf dem geplanten Hof einen kostenlosen Vollservice bieten“, bestätigt Hülter. Bürger können sich darauf verlassen, dass die Müll-Annahme komplett gewährleistet wird. Der Hof wird für alle Wert- und Schadstoffklassen, letztlich sogar für alle fünf Klassen des Elektroschrotts, ausgestattet. Auch Rasenschnitt, ein viel nachgefragtes Problem in der Abfallverwertung, soll dort angenommen werden. Zwei Mitarbeiter sollen den Hof mit normalen Containern und Presscontainern bewirtschaften, insbesondere an Sonnabenden, die erfahrungsgemäß besonders stark von Bürgern genutzt werden. Mit bis zu tausend Anlieferern pro Tag rechnet die Aha. „Es wird ein Vorzeigehof werden“, erklärt Hülter, die froh über die guten Zusammenarbeit mit den Gemeindeverwaltungen und der Regionsverwaltung ist. Bartels hatte den Hinweis auf die Vakanz des Grundstücks gegeben, das vielen Bürgern als VW-Fahrzeugteile-Zentrum bekannt ist. Es wird als Gewerbefläche zu einem ortsüblichen Preis verhandelt. Das 11.000 Quadratmeter große Grundstück ist vollflächig gepflastert und verfügt bereits über eine Abwasser- und Stromversorgung, die als Basis des Wertstoffhofs genutzt werden kann. Auch Details können überzeugen. So ist das Grundstück groß genug, um mögliche Warteschlangen aufzunehmen. Bis zu 47 PKW können untergebracht werden, so die Rechnung der Aha. „In kleineren Bereichen muss noch nachgebessert werden, aber die Voraussetzungen sind ideal“, erklärt Umweltdezernent und Regionsrat Prof. Axel Priebs und ist zuversichtlich, dass die Regionsgremien einen positiven politischen Beschluss zur Errichtung geben werden. Die Bürgermeister Fischer und Bartels betonten im Gespräch ihre Zustimmung. Auch Burgwedels Bürgermeister Henrik Hoppenstedt setzt sich für den neuen Standort ein. Am 21. Februar wir die Aha die Pläne den Mitgliederns des Ausschusses für Abfallwirtschaft der Region Hannover vorstellen und den Kauf des Grundstücks empfehlen. „Der Gremienprozess wird sich fortsetzten bis zum 10. April mit der Verbandsversammlung“, erklärt Hülter. Wenn dann ein positiver Beschluss gefasst wird, soll der neue Wertstoffhof umgehend errichtet und noch in diesem Jahr eröffnet werden.