Wertvolle Erfahrungen

Edith Abelbeck bleibt interessiert und engagiert. (Foto: G. Gosewisch)

Edith Abelbeck feierte ihren 80. Geburtstag

Kaltenweide (gg). Zahlreiche Glückwünsche und Wertschätzungen hat Edith Abelbeck zu ihrem 80. Geburtstag erhalten. Unvergessen ist ihr Wirken – 20 Jahre lang im Ortsrat Kaltenweide und zehn Jahre lang im Rat der Stadt Langenhagen in der SPD-Fraktion. Mitgestaltet hat sie die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Weiherfeld, war im Jahr 1993 sogar Mitglied des damaligen Aufsichtsrates. Gerne blickt sie auf die Zeit zurück und gerne hat sie sich ehrenamtlich eingebracht und daher mag sie es nicht so sehr, wenn ihr Engagement zu sehr betont wird. Mit dieser Bescheidenheit ist es nicht verwunderlich, dass man schon ganz genau nachfragen muss, um zu erfahren, dass sie im Jahr 2005 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde. Ihr Weggefährte und ehemalige Ortsbürgermeister Herbert Könneke schreibt: „Edith Abelbeck hat die politische, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung Kaltenweides mit ihrer optimistischen Grundeinstellung, ihrem Ideenreichtum und ihrer Tatkraft in vielerlei Weise stark mitgeprägt und tut das heute noch an etlichen Stellen.“
Dabei fing ihr politischer Weg nicht mit großen Visionen hat. Begonnen hat alles mit einem Schicksalsschlag, denn sie ist mit 42 Jahren früh Witwe geworden. Sie hat ihr Leben aber immer mit beruflicher Tüchtigkeit gestaltet, war 26 Jahre lang bei der Firma Westphal & Lange beschäftigt und dort zudem auch Betriebsratsvorsitzende. „Platz war für eine Frau, die politisch tätig werden wollte, in der Zeit eigentlich nur in der SPD“, sagt Edith Abelbeck rückblickend. Konsequent war sie in ihrem Engagement. Ganze Wochenenden verbrachte sie an der Volkshochschule in Springe und nahm dort an Politik-Fortbildungen teil. „Ich finde das wichtig – mit diesem Wissen kann man konstruktiv arbeiten und etwas voran bringen“, erklärt sie. Nur über Themen zu reden, bringe noch lange keine Lösung. Das falle ihr bis heute auf. Auf die Frage, was sie sich für Langenhagen wünscht sagt sie spontan: „Ich wünsche mir, dass die Ratsmitglieder ihre wahrhafte Aufgabe nicht vergessen: die Bürgernähe. Man darf nie aufhören, mit den Menschen zu sprechen und man muss viele Meinungen zusammentragen, um sich ein Bild zu machen und für die Bürger entscheiden zu können.“
Einen weiteren Wunsch formuliert sie im Gespräch mit dem ECHO. Es ist ihr ein sehr großes Anliegen, dass das kulturelle Leben in Kaltenweide wieder aufblüht. Von 1992 bis 2010 gab es unter ihrer Regie die kulturellen Abende im Zellerie-Saal mit klassischer Musik und hochkarätigen Musikern. „Kaltenweide bietet viel, dieses sollte wieder dazu gehören“, so ihre Anregung.