Wettrennen mit dem Tod

Die Schüler und Schülerinnen des elften Jahrganges nahmen am Workshop „Young for Young“ teil.Foto: D. Thiele

„Young-for-Young“-Workshop für den elften Jahrgang des Gymnasiums

Langenhagen (dt). Allein im Jahr 2010 starben in Deutschland 791 jugendliche Verkehrsteilnehmer und 91.673 wurden verletzt. Somit sind 21,7 Prozent aller Verkehrstoten zwischen 15 und 25 Jahren alt und die Jugendlichen, besonders in den von Landstraßen geprägten Bundesländern Bayern und Niedersachsen, sind im Straßenverkehr ganz speziell gefährdet. Die Auszubildenden der Talax Service AG haben daher vor einigen Jahren das Projekt „Young for Young“ gegründet. Ziel sei es, durch Workshops an Schulen junge Leute zum rücksichtsvollen und aufmerksamen Fahren zu bewegen. Am Montag fand dieser Workshop für den elftenJahrgang des Gymnasiums Langenhagen statt. Kurze aber heftige Bildsequenzen von tödlichen Unfällen zum Einstieg sensibilisierten die Schüler schnell für das Thema und sie empfanden dabei Angst, Trauer, Schock und Entsetzen. „Das wollen wir bei euch auch wecken, das ist eine ernste Sache. Wer fährt, darf keinen Alkohol trinken, solch ein Unfall kann sonst jedem von euch passieren“, betonte Auszubildende Marleen Müller. Logisch eigentlich, jedoch sprechen die Statistiken dabei eine andere Sprache, denn so seien 94 Prozent aller Besucher von Kneipen oder Discos schon einmal alkoholisiert gefahren. „Überhöhte Geschwindigkeit, Alkohol und Drogen, hohe Risikobereitschaft , Imponiergehabe und Selbstüberschätzung sind einige Gründe für die erschreckend hohen Unfallzahlen bei Jugendlichen“, berichtete Referentin Daniela Kahmann. Am Ende der beiden Stunden waren sich die Schülerinnen und Schüler einig, dass solch ein Workshop eine sinnvolle Sache sei und gaben anonym ihre Feedbackbögen ab. „Wir hoffen, wir konnten bei euch etwas bewegen“, so die Auszubildende Nadine Hänschker. Und das scheint auch nötig zu sein, denn auf dem Bogen gab über die Hälfte der Schüler an, sie würden zu einem alkoholisierten Freund ins Auto steigen, wenn sein „Eindruck o.k.“ wäre. Und ebenfalls die Hälfte der Jugendlichen gab zu, als Beifahrer schon einmal Angst im Auto gehabt zu haben.