Wie im Karibik-Urlaub

Limbo ist eine Tanzkunst, die man sonst nur im Karibik-Urlaub erleben kann. Alexandra Weise aus Gera beherrscht sie perfekt. Foto: E. A. Nebig

Spanferkel-Essen der SPD begeisterte mehr als 100 Gäste

Krähenwinkel (ne). Es ist zwar seit Jahrzehnten eine Veranstaltung des SPD-Ortsvereins Krähenwinkel, das traditionelle Spanferkel-Essen im Dorfgemeinschaftshaus (DGH), doch eine Parteiveranstaltung im engeren Sinne ist es noch nie gewesen. Im Gegenteil: Das deftige Essen mit Programm garniert dient seit jeher der Kommunikation unter der Bevölkerung. Erfunden hat es einst ECHO-Redakteur Rupert Kellner in seiner Eigenschaft als Kommunalpolitiker. Er wollte mit der Veranstaltung im damals noch eigenständigen Dorf Alt- und
Neubürger zusammen führen, und bis heute dient das Fest der überparteilichen Kommunikation. Im ausgebuchten Saal des DGH gab sich wieder viel
Parteiprominenz die Ehre. An der Spitze die Bundestagsabgeordnete Caren Marks, der Chef der SPD-Landtagsfraktion Stefan Schostok und die Regionsabgeordnete Elke Zach. Mit dabei waren auch die Bürgermeister von Langenhagen und Wedemark, Friedhelm Fischer und Tjark Bartels. Doch der Ortsvereinsvorsitzende und stellvertretende Ortsbürgerneister Marc Köhler begrüßte nicht nur seine Parteifreunde und -freundinnen, sondern auch den stellvertretenden Bürgermeister Dirk Musfeldt von den Grünen und Krähenwinkels neuen Ortsbürgermeister Andreas Hartfiel. Der ist bekanntlich CDU-Mann und hatte andere Christdemokraten im Schlepptau. Hinzu kamen noch viele prominente Gäste aus Vereinen und Verbänden in ganz Langen- hagen Drei Ferkel mussten ihre Leben lassen, um als Braten mit deftigen Beilagen die hungrigen Mägen zu füllen. Stefan Schostok hielt eine kurze Ansprache, in der er die Arbeit seiner Partei lobte, aber auch auf die Politikverdrossenheit der Wähler einging und die Politik insgesamt aufforderte, sich um mehr Bürgernähe zu bemühen. Nach dem Essen gab es eine Überraschung. Marc Köhler hatte die Künstlerin Alexandra Weise aus Gera in Thüringen engagiert, und die entführte die Gäste mit einer Limbo-Dance-Show in die Karibik. Sie wurde für ihren gekonnten Auftritt mit rauschendem Beifall belohnt. Anschließend hieß es: „Tanzfläche frei“, und davon wurde reger Gebrauch gemacht. Erst am frühen Sonntagmorgen endete das fröhliche Fest.