Wie Schloss und Schlüssel

Es tut auch gar nicht weh: die Basketballerinnen Haiden Palmer (von links), Inken Henningsen und Karolin Tzokov. (Foto: O. Krebs)

63 Frauen und Männer waren bei der Typisierungs-Aktion des NKR im CCL dabei

Langenhagen (ok) Es ist ganz einfach und tut auch gar nicht weh. Stäbchen in den Mund, und schon kann die Typisierung über die Bühne gehen. 63 Frauen und Männer ließen sich am Sonnabend vor der City Apotheke für die gute Sache registrieren, gaben ihre DNA für die Typisierung des Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellspenderregisters (NKR) ab. Darunter viele Spitzensportler wie die Bundesligabasketballerinnen des TKH, das Judo-Team Hannover und auch der Judo-Bronzemedaillengewinner von London, Dimitri Peters. Sie alle sind jetzt potenzielle Spender, könnten die so genannte Nadel im Heuhaufen sein. Doch letztendlich ist es nur etwa ein Prozent der Registrierten, die jemals in ihrem Leben für eine Spende in Frage kommen. „Zehn Prozent werden von uns noch einmal kontaktiert“, weiß Holger Bischoff vom NKR. Zehn Genmerkmale seien entscheidend; die Oberflächenstruktur einer einzelnen Zelle ist in jedem menschlichen Körper die gleiche, jede Zelle habe dieselbe Genetik. Das sei wie Schloss und Schlüssel. Dann gelte es den genetischen Zwilling zu finden, oft ein Wettlauf mit der Zeit. In den Dienst der guten Sache hat sich Anna Monta Olek mit ihrer Aktion „Engel verleihen Flügel“ gestellt. Und jeder, der sich registrieren ließ, hat solch einen kleinen Engel geschenkt bekommen. Und wer wollte, konnte sich auch mit Engelsflügeln fotografieren lassen. Fleißig hat Anna zusammen mit ihrer Freundin und Judokollegin Berit Schulz die Werbetrommel gerührt. Anna engagiert sich seit Jahren für soziale Projekte, auch im Internet. Mit dieser Aktion endete auch die Abgabe der so genannten Herzbroschen an die Lambrich Apotheken. Hier sind insgesamt 1.250 Euro zusammengekommen. Eine wahrhaft stolze Summe!