Wieder Großkonzert mit Ernst Müller

Ein Treff beim Schützenfest in Hannover (von links): Prinz Ernst August, Musikdirektor Ernst Müller, Ekaterina die Ehefrau des Prinzen, Bärbel Heuer und Bürgermeister Mirko Heuer am 15. Januar 2016 in Hannover. (Foto: Holger Hollemann/dpa)

Seit 60 Jahren Musik für das landesweite Schützenwesen

Langenhagen (kr). „60 Jahre Musik für das Niedersächsische Schützenwesen“, unter diesem Motto steht das große Neujahrskonzert das Ernst Müller am Dienstag, 29. Januar 2019, ab 19 Uhr im hannoverschen Theater am Aegi veranstaltet. Dass der Musikdirektor diese Veranstaltung so früh ankündigt, liegt daran, dass er das 56. gemeinsame Fest der Schützen-Gemeinschaft als ideale Plattform sieht, zusätzliche Werbung für diese Großveranstaltung zu machen. Denn sie wird unterstützt von der Schützen-Gemeinschaft Langenhagen und dem Verband Hannoverscher Schützenvereine. Die soziale Komponente: Das Konzert kommt traditionell der HAZ-Weihnachtshilfe zugute, die seit Jahren die Ärmsten der Armen nachhaltig unterstützt. Das Neujahrskonzert bestreitet Ernst Müller mit dem Hausorchester SKH des Prinzen von Hannover. Die Schirmherrschaft übernimmt Erbprinz Ernst August von Hannover und Herzog zu Braunschweig und Lüneburg. Als Gastgruppe wirkt bei diesem Auftritt der Canora Chor Hagen mit. Der Leiter Frank Hahn hat 20 Jahre als Schlagzeuger in verschiedenen Gruppe des Musikdirektors mitgewirkt. Karten zum Preis von 15 Euro sind in der Geschäftsstelle des Langenhagener Echo im CCL erhältlich.
Ernst Müllers Engagement in Sachen Blasmusik erstreckte sich natürlich sehr früh auch auf die Landeshaupstadt Hannover mit dem größten Schützenfest der Welt. Schon 1956 absolvierte er als 17-Jähriger Trompeter in der Zwölf-Mann-Kapelle seines Vaters seinen ersten Ausmarsch. Damals begann er auch an der Hochschule für Musik und Theater sein Studium. Seine vielen Tätigkeiten bei diversen Festivitäten brachten ihm schnell den Namen Schützenfest-Müller ein. Auch weil bekannt wurde, dass Müller schon mit 16 Jahren die Feuerwehrkapelle Godshorn und mit 19 Jahren das Orchester Harmonie leitete, aus dem sich schnell das Blasorchester der Stadt Langenhagen entwickelte. Mit diesem Orchester ließ Müller keinen einzigen Ausmarsch in Hannover aus. In Langenhagen war er nach der Gründung der Schützen-Gemeinschaft 1963 deren verlässlicher Partner, der bis zu seiner Krankheit im Jahr 2001 bei allen Veranstaltung an der Spitze des Festumzugs marschierte. Sein Markenzeichen war stets die Qualität seiner Musik und sein Gespür für das richtige Repertoire.
Und er schaffte das Kunststück über viele Jahre hinweg in Hannover mit drei verschieden Kapellen den Kurs zu absolvieren. So startete er gewöhnlich mit dem Musikkorps der Berufsfeuerwehr Hannover, dann führte er das Langenhagener Blasorchester ins Ziel und stand dann an der Spitze des Orchesters der Volkswagen AG. Die richtigen Uniformen streifte er sich im Auto seiner Ehefrau Marlies über. Sein unermüdlicher Einsatz für das Schützenwesen führte dazu, dass der Verband Hannoverscher Schützenvereine, der mehr als 5000 Aktive vertritt, ihn zum Ehrenmitglied machte. Diese Würdigung nahm mit sehr persönlichen Worten Präsident Paul-Eric Stolle vor. Zu den ersten Gratulanten zählte damals Hannovers OB Stefan Schostok. Am Sonntag, 2. September, sorgt Ernst Müller in Langenhagen wieder für die musikalische Umrahmung des Festessens beim 56. Schützenfest.