Wieder in starkem Aufwind

Die Vorstandsmitglieder und Beisitzer der Kulturstiftung (von links): Eckart Jakob, Regine von der Haar, Hargen Depelmann, Christa Röder, Marco Brunotte, Gabriele Spier, Ronald Kunze, Ulrike Jagau und Eckhard Röder. Foto: K.Raap

Deutliche Impulse für die Kulturstiftung Langenhagen

Langenhagen (kr). Die Wiederbelebung gelang mit Bravour: Die fast schon tot geglaubte, 1998 gegründete Kulturstiftung Langenhagen, feierte auf der seit Jahren ersten Mitgliederversammlung eine Auferstehung nach Maß. Auf einer überaus sachlichen und sehr harmonischen Sitzung stellten die Mitglieder, unter denen 18 Neueintritte die deutliche Mehrheit bildeten, die Weichen für die Realisierung einer stattlichen Zahl interessanter Projekte. Da passte es ins Bild, dass die für fünf Jahre geltenden Vorstandswahlen ausnahmslos einstimmig verliefen. Neuer erster Vorsitzender wurde Ronald Kunze, die beiden Vertreter sind Marco Brunotte und Hargen Depelmann, der Einzige aus dem alten Vorstand. Schatzmeisterin wurde Gabriele Spier. Unterstützt wird der geschäftsführende Vorstand von fünf Beisitzern: Regine von der Haar, Eckart Jakob, Eckhard und Christa Röder und Ulrike Jagau. Der promovierte Dipom-Ingenieur Ronald Kunze, von Beruf Stadtplaner und tätig als selbstständiger Fachautor für Städtebau und Planungsrecht, vertritt seine Berufskollegen in der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung im Beirat des Netzwerks Baukultur Niedersachsen. Dieses landesweite Forum hat sich zur Aufgabe gestellt, das vielfältig vorhandene baukulturelle private und öffentliche Engagement zu verknüpfen, um dadurch ein wirkungsvolles gemeinsames Handeln zu ermöglichen. Zu seinen Hauptanliegen, so betonte Ronald Kunze, zähle er Stadtgestaltung und Stadtmarketing, besonders die Kunst im öffentlichen Raum. Möglichst schnell sollte beispielsweise der Obelisk, der am Schulzentrum einer Bauerweiterung weichen musste, wieder errichtet werden. Das Kunstwerk von Michael Deiml gehörte zu dem überregional bedeutsamen Projekt "99 Standorte - Skulpturen in Langenhagen" das die "alte" Kulturstiftung zur Expo 2000 initiiert hatte. Nach den Vorstellungen Kunzes soll die Kulturstiftung eine Art Dach bilden für unterschiedlichste kulturelle Aktivitäten in und aus Langenhagen. Dabei seien auch Kooperationen mit dem Kunstverein Langenhagen angedacht. Der bei der Versammlung fast vollständig vertretene Arbeitskreis "GLIEM" - Ganz Langenhagen ist ein Museum" wird der Kulturstiftung wohl komplett beitreten. "Damit haben wir", so Ronald Kunze, "die erste eigenständige Projektgruppe, unter dem Aspekt Baukultur eine optimale Ergänzung." Aus dem der Mitgliederversammlung vorausgegangenen Sitzung Ende März hatte der 62-jährige Vorsitzende im Vorfeld eine Fülle von breit gefächerten Vorschlägen gebündelt und der Versammlung jetzt in einem ausformulierten 18-Punkte-Papier vorgelegt, das es nun mit Leben zu erfüllen gilt. Ein weiterer erfreulicher Aspekt am Rande: Die alte Kasse enthält noch ein Guthaben in Höhe von fast 12 000 Euro.