Willi Brandt zu Besuch

Langenhagen (ne). Vor 50 Jahren wurde von den SED-Machthabern mit Billigung der Sowjet-Union die Mauer in Berlin errichtet. Das war zu Zeiten, als der spätere Bundeskanzler Willi Brandt Regierender Bürgerneister war. DDR, Mauer und die UdSSR sind Geschichte. Auch dass Willi Brandt drei Wochen nach dem Mauerbau Langenhagen besuchte und am 3. September vom Balkon des alten Rathauses, dem heutigen Haus der Jugend und des Sports, zu den Langenhagener Bürger/innen sprach, ist heute fast vergessen. Das ECHO widmete diesem Ereignis unter der Überschrift „Herzlicher Empfang für Willi Brandt“ die komplette Seite 1 der Ausgabe vom 8. September 1961. Der Bericht von Chefredakteur Walter Raap endete mit dem Satz: "... in Begleitung seiner Gastgeber fuhr Brandt zum Flughafen – der erhielt durch den Mauerbau größere Bedeutung – und von dort aus flog er nach Berlin zurück, der alten und hoffentlich neuen Hauptstadt eines neuen, geeinten Deutschlands." Der Wunsch des damaligen ECHO-Chefs Walter Raap ging fast drei Jahrzehnte später in Erfüllung. Im Gegensatz zu Brandt erlebte er das leider nicht mehr.