"Wir bekommen das vernünftig organisiert"

CDU-Fraktion fordert eigenes Impfzentrum für Langenhagen

Langenhagen (ok). Für Langenhagen und in der gesamten Region Hannover gibt es bisher nur ein Impfzentrum, das steht auf dem Messegelände. Ein Ärgernis für den CDU- Fraktionsvorsitzenden im Rat der Stadt Langenhagen, Domenic Veltrup: „Bisher hat uns noch niemand sinnvoll erklären können, warum es nicht auch in Langenhagen ein Impfzentrum geben kann.“ Domenic Veltrup: „Die Blockadehaltung von Herrn Jagau muss jetzt ein Ende haben. Wir in Langenhagen bekommen das vernünftig organisiert, das haben unser Bürgermeister und unsere Verwaltung schon mehrfach unter Beweis gestellt. Wir wollen eigenverantwortlich impfen können." Das schrieb Veltrup in einem offenen Brief an den Regionspräsidenten.
Die CDU hat das Anliegen schon vor Wochen in die Regionsversammlung eingebracht, dort wurde es auch bereits diskutiert, allerdings ohne Erfolg.
Auch in den Ortschaften der Flughafenstadt ist die Lage für die Älteren schwierig, berichtet Bettina Auras Ortsbürgermeisterin aus Engelbostel. Probleme sieht sie insbesondere für die Menschen, die an Demenz erkrankt sind. "Man kann doch nicht uns Ehrenamtlichen die Verantwortung übergeben. Was ist wenn uns auf der Messe jemand verloren geht?" erklärt die Ortsbürgermeisterin und ergänzt:
"Warum wird hier ein Unterschied gemacht. In die Pflegeheime werden mobile Impfteams geschickt, warum nicht in selbstbestimmte Wohngemeinschaften, warum nicht in die Dörfer, wo Ehrenamtler nur darauf warten, zu unterstützen, damit der Impfstoff schneller dahin geliefert werden könne. Es handle es beileibe nicht um Einzelfälle, viele Ältere seien betroffen.
Domenic Veltrup, neuer Fraktionschef der CDU, setzt in Sachen Impfzentren auf eine Mischstrategie. im Klartext: ein zentrales Impfzentrum bei der Messe in Laatzen sowie eine dezentrale Einrichtung in der Flughafenstadt. Regionspräsident Hauke Jagau beharrt allerdings auf einer zentralen Lösung. Veltrup fordert von ihm Flexibiltät in der Denkweise, in solch einer Krisensituation dürfe Jagau nicht nur auf die Strukturen seiner Behörde zurückgreifen. Für Jagau sei der noch fehlende Impfstoff der limitierende Faktor, aber genau das ist für Veltrup kein Problem, sondern lediglich eine Frage der richtigen Verteilung. Beide sind sich einig, dass die Hausarztpraxen in die Impfstrategie einbezogen werden müssen, aber Veltrup sieht in der Dezentralität mit ebenfalls hochqualifizierten Mitgliedern eine Alternative, die auch helfe, Fahrtkosten zu sparen.