"Wir freuen uns über Nachahmer"

Reinhard Grabowsky (von links), Klaus Ascherfeld, Birgit Ehlers-Ascherfeld und Wolfgang Langrehr vom Ortsrat Kaltenweide freuen sich über die neu angelegte Bienenweide auf dem Friedhof Kaltenweide.

Bienenweide auf dem Kaltenweider Friedhof angelegt

Kaltenweide. Im Abschnitt 154 auf dem Kaltenweider Friedhof gibt es ein neues Beet. „Das ist eine Bienenweide“, sagt Birgt Ehlers-Ascherfeld. Auf Anregung des Ortsrats Kaltenweide wurde die Fläche angelegt. Ehlers-Ascherfeld und ihr Mann Klaus Ascherfeld haben die Kosten dafür als Privatleute übernommen, ihre Friedhofsgärtnerei wird sich zudem in den nächsten Jahren um die Pflege kümmern.
Derzeit blühen pinkfarbene und gelbe Stauden. „Blüten, Gräser und auch Holz sind ein Beitrag zur Lebensraumverbesserung von Wild- und Honigbienen“, erklärt Ortsratsmitglied Wolfgang Langrehr. Laut Ascherfeld wurden auch Zwiebelpflanzen gesetzt. Sie haben sich bereits wieder zurückgezogen und sind derzeit nicht zu sehen. Aber weil sie besonders früh im Jahr blühen, werden Insekten bei ihnen den ersten Nektar finden. „Dieses Beet hat zu jeder Jahreszeit etwas zu bieten. In den hohlen Pflanzenstängeln können Insekten überwintern“, ergänzt Ortsbürgermeister Reinhard Grabowski.
Weil die Lebensbedingungen für die bundesweit rund 560 Wildbienenarten durch Bodenversiegelung, Monokulturen und aus anderen Gründe immer schlechter werden, wollten die Kaltenweider Ortsratsmitglieder mit ihrer Initiative ein Zeichen setzen.
Sogar ein Zierapfel gedeiht nun auf der drei Quadratmeter großen Fläche. „Der blüht im Frühjahr üppig und entwickelt bildhübsche Zieräpfel. Die fressen dann die Vögel im Winter“, sagt Ehlers-Ascherfeld. Sind die Äpfel verzehrt, folgt schon wieder die Zeit der Frühblüher, und der Kreislauf geht weiter. „Wir freuen uns über Nachahmer“, sagt Ehlers-Ascherfeld. Das Netzwerk „Blühende Landschaften“ liefert auf www.bienengartenpate.de weitere Anregungen, aber man kann die Ortsratsmitglieder auch gern persönlich ansprechen.