„Wir haben alle richtig Bock“

Sind voller Enthusiasmus am Start: Jan-Alexander Schmidt (von links), Patrick Heumann, Adelisa Janjos, Albina Gjelevic, Jannik Feldtenn Carolin Giese, Kevin Schumann, Lara Hippler und Jan Philipp Döhring. Es fehlen: Ole Schmieta, Charleen Trilling, Leon Pläsier, Sophia Hohmann und Benita Schmelter. (Foto: O. Krebs)

Auszubildende übernehmen zwei Wochen lang die Langenhagener Volksbank-Filiale

Langenhagen (ok). Wer gerade in die Filiale der Hannoverschen Volksbank an der Walsroder Straße geht, schaut sich staunend um: lauter junge Gesichter. Die Auszubildenden haben die Geschäftsstelle übernommen. Nein, keine Angst, kein Putsch des Vorstandes. Im Gegenteil: Ein Projekt, das schon seit einigen Jahren erfolgreich läuft. 14 Auszubildende im dritten Lehrjahr übernehmen 14 Tage lang die Jobs der festangestellten langjährigen Mitarbeiter. Nur Berater Hartmut Neumann ist für den Fall der Fälle im Haus. Und es läuft gut. Auszubildender Patrick Heumann: „Wir wollen neue Ideen einbringen.“ Und vielleicht manche Verhaltens- und Denkweisen aufbrechen, die sich im Laufe der Zeit eingeschliffen haben. Einige Neuigkeiten: Saftbar, Cup Cakes oder auch Mario Kart, das mit interessierten Kunden gespielt wurde. Patrick Heumann: „Wir wollen in Sachen Geld ein neues Konzept auf den Weg bringen, für ein vertrautes Gefühl und für Transparenz sorgen.“ Die jungen Leute erleben hautnah, wie Bank eigentlich real funktioniert, sind in einem gewissen Rahmen für Kredite, Geldanlagen, Bausparverträge und auch Versicherungen zuständig. Volksbank-Pressereferent Matthias Mollenhauer: „Eigenständigkeit, Selbstbewusstsein und Persönlichkeitsentwicklung werden so enorm geschult.“ Die angehenden Bankkaufleute haben sich schon monatelang gefreut, so in die Verantwortung genommen zu werden.“Wir haben alle richtig Bock“, sagt Patrick Heumann von Herzen und voller Enthusiasmus. Dazu komme dass sich der Abschlussjahrgang auch privat sehr gut verstehe und in der Freizeit gern gemeinsam etwas unternehme. Demnächst stehe zum Beispiel auch ein großes Fußballturnier an. Eines ist klar: Die 13 Stammkräfte, die zurzeit überwiegend in anderen Filialen arbeiten, brauchen sich keine Sorgen zu machen und können Ende des Monats beruhigt an ihren Arbeitsplatz zurückkehren.