„Wir sind keine Helden, wir sind Vorbilder“

Die ausgezeichneten Freiwilligen der Ortswehr Krähenwinkel. Flankiert vom Stadtbrandmeister Arne Boy (links) und Volker Kluth, stellvertretender Leiter Brandabschnitt fünf Region Hannover (rechts) Neben ihnen der wiedergewählte Ortsbrandmeister Kai Jüttner (Zweiter von rechts) und sein Stellvertreter Edgar Schmidt-Nordmeier (Zweiter von links). (Foto: D. Lange)

Notstromgerät als Leuchtturmprojekt der Ortsfeuerwehr Krähenwinkel

Krähenwinkel (dl). Es war nur eine kleine Episode am Rande des Geschehens, aber sie machte deutlich, dass das Verhältnis der Feuerwehr zu Teilen der Politik, jedenfalls in Langenhagen, keine reine Liebesbeziehung ist. Auslösers eines verbalen Schlagabtauschs im Rahmen der Hauptversammlung war eine vermeintlich pauschale Diffamierung der Langenhagener Ratspolitiker von Ortsbrandmeisters Kai Jüttner im Zusammenhang mit dem neuen Gerätehaus, die Marc Köhler, Fraktionschef der SPD im Rat, von Jüttner vernommen zu haben glaubte. Dies wollte Köhler so nicht stehen lassen, allerdings ließ die Replik von Jüttner dazu auch nicht lange auf sich warten. Feuerwehr ist Sache der Kommune, von der sie neben diversen Spenden auch finanziert wird. Um die ihr von den Kommunen übertragenen Aufgaben erfüllen zu können, erstellen die Wehren einen Feuerwehrbedarfsplan bezüglich ihrer Ausrüstung sowie Ausstattung und Größe des Gerätehauses, worüber die Politiker, begleitet von den Fachausschüssen in den jeweiligen Stadträten zu entscheiden haben. Da kann es vorkommen, dass eine unterschiedlich ausgeprägte Sachkenntnis innerhalb des politischen Gremiums, wie geschehen, auch mal zu gewissen Spannungsmomenten im Verhältnis der beteiligten Parteien führen kann. Die im November vom Ortsrat Krähenwinkel einstimmig beschlossene Entscheidung zur Raumbedarfsplanung für das gemeinsame Gerätehaus der beiden Ortswehren Kaltenweide und Krähenwinkel ist insoweit fortgeschritten, dass nun ermittelt wird, wie die Gebäude, vereinfacht gesagt, auf das Grundstück passen. Als Leuchtturmprojekt verfügt die Ortswehr seit Juni im Rahmen ihrer Aufgabenverteilung auf der Stadtebene über ein leistungsfähiges 100kVA-Notstromgerät. Im Fall eines flächendeckenden Stromausfalls sichert es die Notversorgung des Gerätehauses und bietet den Bürgern die Möglichkeit, mobile Geräte aufzuladen. Der traditionelle Jahresrückblick der Ortswehr Krähenwinkel zeige erneut, so Jüttner, „dass uns das Jahr 2019 mit 112 Einsätzen extrem beschäftigt hat“. Darunter den Brand eines Mähdreschers mit anschließendem Flächenbrand oder unzählige Einsätze im Bereich Tierrettung. 41 Brandeinsätzen stehen 66 Technische oder sonstige Hilfeleistungen gegenüber. Die Ortswehr mit ihren 330 Mitgliedern verfügt derzeit über 44 aktive Mitglieder, 17 in der Altersabteilung, 13 in der Jugend- und 24(!) in der Kinderfeuerwehr. An der Spitze der Feuerwehr Krähenwinkel bleibt alles beim Alten. Ortsbrandmeister Kai Jüttner und sein Stellvertreter Edgar Schmidt-Nordmeier wurden von der Versammlung einstimmig wiedergewählt.
Frank Decker, Richard Hoops und Dirk Winter wurde die Ehrennadel der Region Hannover verliehen. Katharina Warda erhielt die Ehrung für ihre 25jährige Mitgliedszeit und wurde zur Hauptlöschmeisterin befördert, Rolf Stammer ist seit 50 Jahren bei der Feuerwehr und Karl Schulze mit 70 Jahren fast ein ganzes Leben lang. Markus Bock freut sich über seine Beförderung zum Oberlöschmeister.