"Wir verstehen die Regeln besser"

Haben jetzt die Trainer-C-Lizenz in der Tasche (hinten von links): Sascha Graf, Tim Bergmann, Philine Nädler, Kim Timme und Kursleiter Ansgar Pietschmann. Vorn von links: Andreas Wechter, Fatih Özmen, Andreas Gerein und Andre Pigors.Foto: O. Krebs

Acht Schülerinnen und Schüler der IGS bestehen Trainerprüfung

Langenhagen (ok). Verantwortung übernehmen, Verständnis für andere entwickeln – Ziele, die an der IGS Langenhagen in vielen Projekten verfolgt werden, und das ist auch bei "Fußball als soziales Handlungsfeld" nicht anders. Ein Schuljahr lang haben sich Mädchen und Jungen des Jahrgangs 9 intensiv mit dem runden Leder auseinandergesetzt, sechs Wochen in Vereinen hospitiert und vier- bis achtjährige Kicker unter ihre Fittiche genommen. Der 15-jährige Fatih Özmen hat dabei die interessante Erfahrung gemacht, dass es gar nicht so einfach sei, vor einer Gruppe zu stehen und er Lehrer deshalb nicht unbedingt beneide. Wer wollte, konnte sich bei dem Projekt auch zum Schiedsrichter ausbilden lassen. Andre Pigors hat schon Erfahrung bei seinem Bruder an der Linie gesammelt und will auch weiterhin pfeifen. "Aber noch lieber spiele ich selbst", sagt der 15-Jährige. Viel gelernt haben auch die beiden einzigen Mädchen, die die Prüfung bestanden, Philine Nädler und Kim Timme, wobei Philine den Kurs sogar mit der Zeugnisnote 1 abgeschlossen hat. "Jetzt verstehen wir die Regeln viel besser", sagen die beiden übereinstimmend, die sich genau wie ihre männlichen Mitstreiter über die Verbesserungsvorschläge bei den Vereinspraktika gefreut haben, unter anderem beim SCL und beim TSV KK. Und Andreas Gerein spricht sicher allen aus der Seele, als er sagt: "Wir sind stolz, was beigebracht zu haben." Mit der frisch erworbenenen Trainer-C-Lizenz können sie jetzt auch weiterhin aktiv sein, bei den Kleineren in den Klubs aushelfen. Ihren Mitschülerinnen und Mitschülern würden sie das Projekt jederzeit ans Herz legen, das sei mal was ganz Neues. Möglich geworden ist die Aktioin allerdings nur mit Hilfe einer kräftigen Finanzspritze des Landessportbundes Niedersachsen aus dem Topf "Integration und Sport", in dem jährlich 500.000 Euro zur Verfügung stehen. Der Haken an der Sache: Das Projekt wird nur einmal gefördert und da es im kommenden Jahr weiterlaufen soll, ist Petra Goltermann, Fachbereichsleiterin an der IGS, schon eifrig auf der Suche nach Sponsoren.