Wirtschaft im Unterricht

Im Wettbewerb der drei virtuellen Firmen konnte die „Pro Sounds AG“ mit dem größten unternehmerischen Erfolg und der besten Produktpräsentation den ersten Platz für sich verbuchen. Hier stellvertretend für ihre Arbeitsgruppe vorgestellt von (von links) Marco Melbert, Nico Lange und Torben König. (Foto: D. Lange)

Eine Woche zwischen roten und schwarzen Zahlen

Langenhagen (dl). Mit dem Unternehmensplanspiel „Investor“ macht die Stiftung NiedersachsenMetall in Zusammenarbeit mit der MTU und der Bundesagentur für Arbeit Schülerinnen und Schüler der Brinker Schule für eine Woche zu Managern auf Zeit. Einmal Unternehmer sein – welche Risiken und Chancen sich dahinter verbergen, erfuhren unlängst die Schülerinnen und Schüler der 10. Hauptschulklassen der Brinker Schule im Rahmen des PC-gestützten Planspiels „Investor“. Ihre Aufgabe lautete, das eigene Unternehmen mit einem innovativen Produkt gewinnbringend am Markt zu positionieren. Bis es soweit war, wartete aber noch viel Arbeit auf die jungen Unternehmer in der Industrie. Es gilt Personalentscheidungen treffen unter Berücksichtigung betrieblicher Notwendigkeiten, ohne aber, und das war den Schülern sehr wichtig, den sozialen Aspekt dabei zu vernachlässigen. Ferner der Einkauf von Rohstoffen und die Kalkulation der Verkaufspreise ihres Produkts auf der Basis ihrer Material, Personal- und Produktionskosten. Dabei muss die Konkurrenz im Blick behalten und gleichzeitig die Marktentwicklung beobachtet werden. Dazu gehört unter anderem auch die Werbung in den relevanten Medien, um die infrage kommende Zielgruppe für ihr Produkt gezielt ansprechen zu können. Die Schülerinnen- und Schüler gründeten dazu drei virtuelle Firmen in der Hifi-Branche, die mit ihren Produkten - jeweils eine Hifi-Anlage - bei diesem Planspiel direkt miteinander konkurrieren sollten. Der Lerneffekt nach einer Woche war bei den Jugendlichen deutlich spürbar. „Wir haben uns das alles einfacher vorgestellt. Es war schwieriger als gedacht und wir mussten viel Zeit und Arbeit investieren,“ so die einhellige Meinung der Schüler. Sie bekamen nicht nur einen Eindruck von den ökonomischen Zusammenhängen, sondern konnten mit Hilfe des Planspiels „Investor“ auch das trainieren, was im heutigen Berufsleben unerlässlich ist: Teamfähigkeit, fächerübergreifendes Denken, Kreativität und die Fähigkeit, Probleme schnell und kompetent zu lösen. Außerdem wurde deutlich, in welchem Maße ihr eigenes Handeln über Erfolg oder Misserfolg ihres Unternehmens entscheiden kann. Zum Abschluss des Projekts „Wirtschaft im Unterricht“ stellten die drei Gruppen ihr jeweiliges Produkt sowie ihr Unternehmen vor. Der Trainer und Leiter des Unternehmensplanspiels, Darius Shabany war von den Leistungen seiner Schüler sichtlich beeindruckt: „Das Niveau der Arbeiten war erfreulich hoch, das hatten wir nicht erwartet.“
So gesehen war dieses Projekt sicher auch eine gelungene Imagewerbung für die Hauptschüler.