Wohl doch nicht über die "Breslauer Straße"

Demonstration: Im Begegnungsverkehr zweier Laster wird es auf der Breslauer Straße verdammt eng. (Foto: O. Krebs)

Mehrere Vorschläge für Entzerrung des Verkehrs am Gymnasium-Neubau

Langenhagen (ok). Der Plan der kompletten Sperrung der Straße „An der Neuen Bult“ wegen der Schülerströme am neuen Gymnasium an der Theodor-Heuss-Straße und die Umleitung des Verkehrs zu Betriebshof und Grüngutannahmestelle scheint vom Tisch zu sein das ECHO berichtete). Bürgermeister Mirko Heuer schließt sich solch einem Verkehrsgutachten mit dieser Aussage nicht an, sieht vielmehr in der Freigabe der Breslauer Straße nicht die Lösung des Problems. Die Anwohner – rund 500 Unterschriften sind gesammelt worden – haben jetzt demonstriert, dass die Straße für zwei Laster im Begegnungsverkehr verdammt eng ist, zudem ist eine Petition eingereicht worden. Und auch die SPD-Fraktion fordert in einem Antrag, dass der Verkehr nicht über die Breslauer Straße läuft, stattdessen der Knotenpunkt Theodor-Heuss-Straße/An der Neuen Bult ausgebaut wird. Die Ratafraktion von Bündnis 90/Die Grünen stößt ins gleiche Horn und bringt eine Verlegung der Ampel nach Norden sowie einen zusätzlichen Radweg  nach Osten ins Spiel. Beide Anträge werden am nächsten Dienstag, 1. März, ab 1745 Uhr im Ratssaal und per Videokonferenz diskutiert. Auch der ADFC Langenhagen hat sich gegen die Alternative über die Breslauer Straße ausgesprochen, schlägt vor, die Fußgängerampel nach Norden zu verlegen, die Überquerung zu verbreitern und den Verkehr in einer Art „Trichter“ aus dem Stadtpark auf die beiden Ampeln zu verteilen. Ins Gespräch gebracht worden ist auch ein neuer Radweg entlang der Theodor-Heuss-Straße. Weitere Vorschläge, die wohl wesentlich teurer wären als der Umbau der Kreuzung: ein Tunnel oder eine Brücke. Oder einfach nur eine temporäre Sperrung der Straße „An der Neuen Bult“ zu den Stoßzeiten zu Beginn und zum Ende der Schulzeit. Ein Thema war auch die Verlegung der Grüngutannahmestelle. Heuer ist nach seinen Worten sowieso davon ausgegangen, dass die Kreuzung für die rund 1.000 Schüler in den entsprechenden kritischen Zeitfenstern umgebaut werden müsse. Start soll im Sommer aber erst einmal für die Fünft- bis Siebtklässler sein. Die Idee mit der Silberseesiedlung ist übrigens ein alter Hut: Schon in den 70er-Jahren, als die ihren Betriebshof neben die Kläranlage verlegte und erweiterte, sollte der Schwerverkehr über die Silberseesiedlung laufen. Die Anwohner protestierten und der Feldweg zwischen Kläranlage und Theodor-Heuss-Straße wurde für Lastwagen ausgebaut und trug fortan den Namen „An der Neuen Bult“.