Wünsche der Sportler werden berücksichtigt

Legten gemeinsam mit ihren Kellen Hand an: Martin Rohling (von links), Mirko Heuer, Monika Gotzes-Karrasch und Thomas Drewitz. (Foto: O. Krebs)

Offizieller Baubeginn für Veranstaltungssporthalle mit Grundsteinlegung

Langenhagen. Mit der Grundsteinlegung für die Sporthalle Langenhagen feierten rund 80 Gäste jetzt den offiziellen Baubeginn eines besonderen Projektes in der Mitte Langenhagens. An der Konrad-Adenauer-Straße lässt die Stadt für etwa 14 Millionen Euro eine neue Dreifeldhalle mit einer Tribüne für bis zu 600 Zuschauerinnen und Zuschauern errichten. Der in moderner Architektur geplante Neubau mit einer Bruttogeschossfläche von etwa 4.600 Quadratmetern umfasst zudem drei große Übungsräume und weitere Besonderheiten. Etwa ein hohes, lichtdurchflutetes Hauptportal, von dem aus alle Ebenen der Sporthalle barrierefrei erreichbar sein werden.
„Mit dieser Baumaßnahme stellt die Stadt Langenhagen wieder einmal unter Beweis, wie wichtig hier der Sport und die Sportförderung genommen werden“, sagte Monika Gotzes-Karrasch. Die Erste Stadträtin erläuterte in ihrer kurzen Rede, warum die Halle wesentlich dazu beitragen werde, eine bedarfsgerechte Bildungs- und Sportinfrastruktur zu schaffen. „In der neuen Sporthalle werden Schulbetrieb, Trainingsbetrieb und Wettkämpfe möglich sein.“
Die innere Aufteilung des 40 mal 60 Meter großen Neubaus wurde unter anderem mit Beteiligung der künftigen Nutzer geplant. Im Januar 2018 sei die Stadt an den Sportring Langenhagen mit der Bitte herangetreten, die Wünsche der Sportlerinnen und Sportler an die neue Halle zusammenzutragen, berichtete Thomas Drewitz vom Sportring Langenhagen. Es folgte ein reger und konstruktiver Austausch, bei dem es auch mal notwendig gewesen sei, Architektendeutsch in Sportlerdeutsch zu übersetzen, erzählte Drewitz eine Anekdote aus den zurückliegenden Monaten. Das Thema fehlende Hallenkapazitäten bleibt aber auch nach dem bevorstehenden Abriss der Hermann-Löns-Schule nach wie vor aktuell.
Ebenso wie der Spatenstich im November 2019 ist die Grundsteinlegung ein weiterer Meilenstein für das Bauvorhaben Sporthalle. „Sie ist ein alter Brauch, um dem Gebäude ein Zeitzeugnis im Fundament beizugeben“, sagte Martin Rohling, Geschäftsführer von MBN Bau. Und so fanden Kleingeld, unter anderem eine Ausgabe des Langenhagener ECHO und Baupläne von der Sporthalle ihren Platz in die eigens dafür vorbereitete Kapsel, bevor sie Gotzes-Karrasch, Drewitz, Rohling und Bürgermeister Mirko Heuer im Fundament einzementierten.
Im März 2017 hatte der Rat der Stadt Langenhagen den Bau einer neuen Veranstaltungssporthalle beschlossen. Für das Vorhaben konnte sie als Projektsteuerer die Ingenieur-Gesellschaft Constara sowie als Totalunternehmer MBN Bau gewinnen. Gemeinsam haben sie zusammen mit Dirk Oetjens, dem im Bereich Hochbau für den Neubau Zuständigen, die vorbereitenden Arbeiten, wie den Bodenaushub, der Herrichtung der Kellersohle und der Verlegung der Grundleitungen begleitet. In den nächsten Monaten wird die Tragkonstruktion in Stahlbetonweise errichtet. Etwa 8.300 Kubikmeter Beton und 1.150 Tonnen Stahl werden für die Sporthalle verbaut. Mitte März 2020 sollen die Rohbau-Arbeiten abgeschlossen sein. Die Fertigstellung der Sporthalle ist für das Frühjahr 2021 geplant. Seit Freitag ist auch die Aussichtsplattform jweils montags bis sonnabends zwischen 8 und 20 Uhr eröffnet, die allen Interessierten ermöglicht, den Baufortschritt live zu verfolgen.