Würde und Respekt sind zu beachten

Sozialarbeiter wünschen sich koordinierte Hilfe

Langenhagen (gg). Absprachen wünscht sich der Sozialberatungsdienst zu den aktuellen Facebook-Initiativen zwecks Sachspenden für Flüchtlinge und Asylbewerber. „Wir wollen Hilfsbereitschaft nicht bremsen oder blockieren, aber Koordinierung macht Sinn“, erklärt Doris Lange. So sei es an der Unterkunft in Godshorn bereits vorgekommen, dass Tüten mit gebrauchter Kleidung vor die Tür gestellt wurden. „Für uns Sozialarbeiter ist das nicht der richtige Weg, denn Würde und Respekt bleiben auf der Strecke“, erklärt sie. Zu beachten sei, dass eine Grundversorgung für Flüchtlinge und Asyl-Suchende gegeben sei. Eine weitere Versorgung mit zusätzlicher Kleidung oder Ausstattung allgemein werde über drei Einrichtungen organisiert: Das Fairkauf-Kaufhaus im CCL, der Kost-Nix-Laden an der Gaußstraße und die DRK-Kleiderstube in Engelbostel. „Wenn die Betroffenen sich dort etwas aussuchen, entspricht das dem Einkaufen, auch wenn es nichts oder nur einen kleinen Obolus kostet“, erklärt Doris Lange. Zudem wird an diesen drei Stellen die Lagerung und Sortierung der Waren vorgenommen, was die Sozialarbeiter nicht leisten können. Ehrenamtliche Hilfe werde durchaus noch gebraucht, etwa in Form von Fahrdiensten zu den drei Einrichtungen oder in Form von Sprachförderung Deutsch. Interessierte melden sich in der Stadtverwaltung: Telefon (0511) 73 07 0.