"Zeigen Sie Ihre Wertschätzung"

Willi Minne wird mit der goldenen Ehrennadel für seine Verdienste für den Sport geehrt. Frank Gütermann (Mitte) bekommt die goldene Ehrennadel für seine Arbeit und die Organisation des seit langem sehr erfolgreichen Silberseelaufs.Foto: D. Lange (Foto: D. Lange)

Katja Brodersen und Hans-Peter Schröder übernehmen Ämter

Langenhagen/ (dl). Der Sportring Langenhagen als die Interessenvertretung der Sportvereine übernimmt eine wichtige Schlüsselfunktion zwischen den Vereinen einerseits und dem Rat der Stadt und der Verwaltung andererseits. Er ist als beratendes Mitglied im Bad- und Sozial- sowie im Inklusions- und Sportausschuss aktiv und in diversen Ratssitzungen vertreten, um dort seine Anträge einzubringen und diese, wenn es sein muss, auch mit Nachdruck zu begründen. „Die persönliche Ansprache in der Politik ist in der Regel erfolgversprechender als nur die reine Antragstellung“, so die Präsidentin des Sportrings, Michaela Henjes. In diesem Zusammenhang bedankt sie sich ausdrücklich bei der Stadt für die Erhöhung der Sportfördermittel, die für die Vereine durch die Kostensteigerungen im Bereich Pflege- und Erhaltung notwendig wurde. Sie bittet darüber hinaus die Vereine, ihre Anträge im Rahmen der Einzelförderung für Baumaßnahmen, Sportgroßgeräte und Instandhaltung rechtzeitig einzureichen und zwar mit einem Antrag auf einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn versehen sowie einem Kostenvoranschlag. Auch die allgemeinen Sportfördermittel werden ebenfalls erst nach Antragsstellung ausgezahlt. Bürgermeister Friedhelm Fischer bat die Vereine in seinem Grußwort an die Mitgliederversammlung, sich in allen sie betreffenden Belangen immer an den Sportring zu wenden und nicht direkt an die Stadt. Die von der Politik ins Spiel gebrachte mögliche Änderung bei der Art und Weise der Sportförderung, wonach alle bis zum 30. Juni eingehenden Anträge nur noch prozentual zu der zur Verfügung stehenden Summe gefördert werden sollen, betrachtet der Sportring allerdings mit Skepsis, „weil uns das nicht die Möglichkeit gibt, notfalls kurzfristig Mittel bereitzustellen." Da es seitens der Vereine bei der Hallennutzung immer wieder zu unterschiedlichen Problemen komme, wird in nächster Zeit ein „Runder Tisch zur Hallennutzung“ ins Leben gerufen, um Probleme bezüglich Reinigung, Reparaturen oder Geräte gar nicht erst entstehen zu lassen. „Wir appellieren aber auch an die Vereine, mit den Hallen und dem Inventar pfleglich umzugehen. Zeigen Sie der Stadt ihre Wertschätzung und bedenken Sie, dass wir weder Hallennutzungsgebühren noch Energiekosten für die Hallen bezahlen.“ Eine ganz besondere Wertschätzung erfährt an diesem Tag aber das Ehepaar Stünkel. Heite Stünkel, der als Vizepräsident die Arbeit des Sportrings seit 1994 ganz wesentlich mitgestaltet hat und auch seine Frau Irma, seit 1990 die Schriftführerin des Verbands, haben sich jetzt nach mehr als 20 Jahren Vorstandsarbeit „endgültig entschlossen, ihr Rentnerleben zu genießen“ und ihre „Posten für Jüngere freizumachen“. Zwar galten beide aufgrund ihres Engagements für den Sportring bisher als „unverzichtbar, aber es wird zukünftig auch anders gehen müssen“, so die Präsidentin. In seiner Rede zum Abschied reiht sich das Ehepaar noch ein in die äußerst prominente und illustre Gesellschaft derer, die in diesem Jahr ebenfalls ihren Rücktritt erklärt haben, nämlich Königin Beatrix von Holland und der Papst. Die Nachfolge für Heite und Irma Stünkel ist geregelt und folgt auch einer gewissen Kontinuität. Sowohl Heite Stünkel als auch sein Nachfolger, der neue Vizepräsident Hans-Peter Schröder besitzen beide einen Bootsführerschein, was im Falle Schröders kein Wunder ist, denn er kommt vom Segelclub Passat. Katja Brodersen von der DJK Sparta übernimmt von Irma Stünkel das Amt als Schriftführerin. Interessant dabei ist die Tatsache, dass beide, Schröder und Brodersen, sich um ihre Ämter beworben haben. Wo gibt’s das noch?