Zeitmaschine wird zum Hit

Die "Krähen" sind beim Singspiel immer wieder gefordert. (Foto: G. Spier)
 
Unvergessen schön war die Aufführung der Grundschüler beim Dorffest zum 400-jährigen Jubiläum in Krähenwinkel im Juni. (Foto: G. Spier)

Nachlese der Krähenwinkeler 400-Jahr-Feier

Krähenwinkel (gg). Mit dem Ausdruck „Zu schnell ist es vorbei“ werden Feste immer dann beschrieben, wenn sie gelungen waren und für viel Spaß gesorgt haben. So war es auch mit dem Dorffest zur Krähenwinkeler 400-Jahr-Feier auf dem Hof von Marina und Edgar Schmidt-Nordmeier an der Walsroder Straße Mitte Juni. Der Besucherandrang war enorm, das Programm ebenso. Veranstalter war der Ortsrat Krähenwinkel in Zusammenarbeit mit dem Stadl-Paura-Kreis. Organisatoren Andreas Hartfiel und Gabi Spier mit Unterstützung von Horst Waldfried, Reinhard Brendel und Hannes Milatz waren insbesondere von der Unterstützung überwältigt, auf die sie in der Vorbereitung bauen konnten, mit im Boot die Stadtverwaltung mit der Projektunterstützung Pferdestärken. „Hier würde nichts gehen, wenn nicht alle einander helfen würden“, sagte Spier derzeit begeistert im Verlauf des Festes und weiter „Ich habe so viel Zuspruch und Unterstützung bekommen, das ist phantastisch.“ Immer bauen konnte sie auf das Organisationsteam, aber zudem haben sich viele Interessierte gemeldet die für das Rahmenprogramm Ideen hatten. Mit dabei waren unter anderen das DRK, der Treckerclub Engelbostel, die Landfrauen, die Ortsgruppe der Feuerwehr mit einer Oldtimer-Schau, die Hobby-Kunstgruppe, eine Imkerei, der Reitverein Hubertus, der Hofladen Schmidt-Nordmeier und viele mehr.
Als absolutes Highlight der Veranstaltung stellt sich aber bis heute die Aufführung des Singspiels „Zeitreise“ der Grundschule Krähenwinkel dar. Schüler der dritten und vierten Klasse sowie Chorkinder auch aus der zweiten Klasse zeigten in einer Kombination aus Gesang und Theater die Krähenwinkler Dorfgeschichte der letzten 400 Jahre. Eine „Zeitmaschine“, gebaut in der Kunst-Arbeitsgemeinschaft der Grundschule, stand in der Mitte der Bühne. Wenn sie gedreht wurde, begann ein neues Zeitkapitel und ein neues Spiel. „Geschichte ist so für die Kinder selber erlebbar und zudem für die Zuschauer interessant, denn die Zeitstationen haben einen direkten Bezug zur Dorfchronik“, erklärt Grundschulleiterin Gabriele Kasten im Gespräch mit dem ECHO. In Zusammenarbeit mit der Stadtarchivarin Heike Brück-Winkelmann hat sie die Zeitstationen mit den Begebenheiten in Krähenwinkel ausgesucht, die Geschichten dazu in Reimform ausgearbeitet, Melodien ausgesucht und die Choreographie entwickelt. „Gereimtes lernt sich schnell auswendig und geht ins Ohr“, sagt Kasten. Gedankt wird es ihr bis heute. „Sehr viele Bürger fragen mich, wann dieses Singspiel noch einmal aufgeführt wird, es wäre ein Jammer, wenn es bei der einen Aufführung bliebe“, sagt Gabriele Spier. Sie appelliert daher an die Öffentlichkeit und an interessierte Bürger in Krähenwinkel, sich mit ihr Gedanken zu machen, wo die Grundschüler das nächste Mal die „Zeitmaschine“ aufführen sollen und können – sie ist sich sicher, dass dies mit den eingängigen Melodien ein „Klassiker“ wird und zudem wird die Krähenwinkler Geschichte für jedermann präsent. Ideen sind willkommen: GSpier@t-online.de.