Zeitzeugen gesucht

Dokumentation über Schulenburg-Nord und Kananohe geplant

Schulenburg. Auf der Jahreshauptversammlung der Interessengemeinschaft beschlossen die Mitglieder einstimmig, eine Dokumentation über Schulenburg-Nord zu erstellen. Dazu werden jetzt Zeitzeugen, Berichte und Fotos über die Zeit gesucht, als es dort noch Bauerhöfe, Speditionen, Kneipen, einen Hühnerzuchtbetrieb, ein Hotel, eine Ziegelei, einen Kaufmannsladen, eine Futtermittelfabrik und bis vor wenigen Jahren einen Gasspeicher gab. „Eine Tatsache ist, dass es immer weniger Einwohnerinnen und Einwohner in Schulenburg-Nord gibt“, informierte uns Karl-Heinz Dahlke, Sprecher der Interessengemeinschaft Schulenburg-Nord, „während hier vor einigen Jahren noch mehr als 100 Menschen lebten, kommen wir heute nicht einmal mehr auf 40 Personen.“ Und dieses Jahr ziehen wieder einige fort. Und mit den wegziehenden Menschen gehen Informationsquellen und Informationen verloren.
„Wer kann sich heute noch daran erinnern, dass wir ungehindert die gepflasterte Dorfstraße von der Schule am heutigen Amtsweg in Schulenburg bis zum Kananoher Forst gehen konnten?“, fragt Dahlke, der seit seiner Geburt in Schulenburg-Nord lebt. „Das kann sich heute kaum noch jemand vorstellen.“
Da gehe doch reichlich Heimatkunde verloren, wenn das nicht einmal aufgezeichnet wird, wie sich durch verschiedene Einflüsse – seit etwa 50 Jahren geprägt durch den Flughafen – der Ortsteil verändert hat, sind sich die Mitglieder der Interessengemeinschaft einig. Der Flughafen wiederum ist geprägt durch die bis vor wenigen Jahren vorhandenen Gasspeicher. Wer dazu beitragen kann, eine Dokumentation über den nördlichen Zipfel Schulenburgs zu erstellen, der sollte sich bei Karl-Heinz Dahlke unter Telefon (0511) 77 38 94 oder unter Karl-Heinz.Dahlke@t-online.de melden.