Zertifikat für die Kta Kielenkamp

Bewegung und Spiel sind elementare Bestandteile des Kita-Alltags.

Godshorn: Mitarbeiterinnen überprüfen ihr Selbstverständnis intensiv

Godshorn (ok). Kindorientierung, professionelles Berufsselbstverständnis, pädagogische Arbeitsqualität. Fort- und Weiterbildung, Leitungsfunktion und kollegiale Zusammenarbeit – einige der 13 Qualifikationsbereiche, in denen die Kita Kielenkamp in Godshorn auf Herz und Nieren geprüft worden ist. Das Institut für angewandte Psychologie und Pädagogik (IFAP) aus Kiel hat der Kita jetzt als dritter Einrichtung in Langenhagen bescheinigt, alle Qualitätsmerkmale des so genannten Kieler Instrumentariums für Elementarpädagogik und Lebensqualität (K.I.E.L.) erfüllt zu haben. „Wir haben zum Beispiel unser Selbstverständnis als Fachkraft hinterfragt, sind auf die Rechte des Kindes eingegangen, die in der UN-Charta stehen, aber auch auf die Erziehungspartnerschaft mit den Eltern und eine Raumgestaltung, die die Entwicklung fördern soll“, erläutert Kita-Leiterin die zwei Jahre intensive Auseinandersetzung mit vielen Workshops und Seminaren, die den Prozess begleitet haben. Bis zum 30. Oktober 2014 ist das Zertifikat gültig, in diesem Zeitraum muss die Einhaltung der Qualitätskriterien garantiert und auch dokumentiert werden. Fachbereichsleiterin Heidi von der Ah hofft, dass diese Auszeichnung jetzt einen Schub gibt, weitere städtische Betreuungseinrichtungen im Sommer mit der Zertifizierung nachziehen werden. Denn: Der Startschuss ist bereits im Sommer 2005 gegeben worden, einige Kitas hätten die Grundlagen schon viel früher gelegt, viele müssten jetzt eben nachziehen. Die Mitarbeiterinne, die ihren Beruf „intellektuell angucken“ mussten, hätten durch die Zertifizierung ein „unheimliches Selbstbewusstsein“ getankt, weiß Kita-Leiterin Renate Grätz. Sie seien top und hätten eine Menge an Mehrbelastung auf sich genommen. Die Eltern würden dies durchaus anerkennen. Vor allen Dingen sei bei dem Prozess deutlich geworden, dass das Spiel elementar sei. Es sei von entscheidender Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes und Nährboden für den Auf- und Ausbau vieler Fertigkeiten. Renate Grätz: „So wird der Nährboden für notwendige schulische und berufliche Merkmale geschaffen.“ Und über eines ist sich Renate Grätz mit ihrem Team auch klar: „Zum Selbstverständnis einer Erzieherin gehört lebenslanges Lernen und Fortbildungsbereitschaft. Das sind Grundvoraussetzungen, um Fachkompetenz zu erweitern und dem aktuellen Stand der Elementarpädagogik professionell anzupassen.“