Zirkusdirektor erklärt Tierhaltung

Mit diesem Foto macht PETA seit Jahren auf das Leben von Robby aufmerksam. (Foto: PETA)

PETA beobachtet Schimpansen Robby

Langenhagen (gg). Kaum hat Circus Belly auf dem Parkplatz Neue Bult an der Theodor-Heuss-Straße seine Zelte aufgeschlagen, meldet sich die Tierschutzorganisation PETA mit Vorwürfen zur Tierhaltung. Demnach sei die Haltung des Schimpansen Robby nicht artgerecht. Er lebe isoliert und habe kein geeignetes Gehege zur Verfügung. Schon seit Jahren setzt sich PETA für Robbys Umzug in eine geeignete Auffangstation ein, hat rechtliche Maßnahmen ergriffen. Inzwischen befasst sich das Verwaltungsgericht Lüneburg mit der Sache, wie Zirkusdirektor Klaus Köhler im Gespräch mit dem ECHO bestätigt. Er erwartet, dass er Recht bekommt. Seit gut 40 Jahren lebe Robby im Verbund mit der Zirkusfamilie. Ihn dort herauszureißen, wäre eine Quälerei für ihn. Wie eng die emotionale Bindung beiderseitig sei, könnten die PETA-Vertreter überhaupt nicht verstehen, so seine Kritik. Hausrecht auf dem Parkplatz Neue Bult hat der Hannoversche Rennverein. Auf Bitte um Stellungnahme sagt Sprecherin Susanne Born: „Uns wurde nur ein Varieté angekündigt, kein Zirkus. Mehr kann ich dazu nicht sagen.“ Auf Nachfrage bestätigt Klaus Köhler, dass es in Bezug auf das Programm wohl zu einem Missverständnis gekommen sein kann. Der Zirkus zeigt noch bis zum 18. März das klassische Programm mit Tier-Präsentationen, darunter Kamele und verschiedene Reptilien.