Zukunftsfähig und attraktiv machen

Andreas Kretschmer zieht bei einer Rettungsübung einen Rettungsschwimmer an Land.
 
Stefanie Rupprecht von der Sparkasse Hannover übergibt einen Scheck an den ersten Vorsitzenden Torsten Semmler.

Tag der offenen Tür bei der DLRG Langenhagen

Langenhagen. Am letzten Wachdienstwochenende in diesem Jahr zeigten die Wasserretter am Silbersee noch einmal ihre ganze Leistungsfähigkeit mit einer Rettungsmaterialausstellung. Eine Wasserrettung einer „ermüdeten Person“ wurde den Besuchern am Strand demonstriert. Die erweiterte und renovierte Wachstation stand für die Besucher zur Besichtigung offen. Hier konnten Interessierte die Herz-Lungen-Wiederbelebung unter fachkundiger Anleitung an verschiedenen Übungspuppen ausprobieren.
Natürlich wurde auch an diesem Tag eine erste Bilanz für die Baumaßnahmen und den Wasserrettungsdienst gezogen. In den Jahren 2017 und 2018 arbeiteten die DLRG-Mitglieder jeweils 1500 Stunden an der Erweiterung und Umgestaltung der Wasserrettungsstation. Auch bei der Finanzierung der gesamten Umgestaltung konnten sich die Rettungsschwimmer auf eine solide Basis verlassen. Bei einem Gesamtetat von 240.000 Euro wurden 30.000 Euro aus eigenen Beständen herangezogen. Weitere 20.000 Euro kamen vom DLRG-Bundesverband hinzu. Aber drei Viertel der Finanzierung übernahm die Stadt Langenhagen und der Sportring. Darüber ist die DLRG sehr dankbar.
Der sich nun dem Ende neigende Sommer hat die Rettungsschwimmer in diesem Jahr auch gefordert. So wurden an 107 Tagen über 6.500 Stunden Wachdienst am Silbersee durch die ehrenamtlichen Retter geleistet. Bei zwei Wasserrettungen, jeweils an einem Dienstag, wurden sie unterstützend tätig. Sie kümmerten sich um 63 leichte Verletzungen. Dies waren kleinere Schnittverletzungen und Insektenstiche. Bei zwei Schnittverletzungen an Füßen wurden die Verunfallten mit einem Rettungswagen zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser transportiert.
Während des Tages der offenen Tür konnten sich die Rettungsschwimmer auch noch über die Übergabe eines symbolischen Schecks in Höhe von 2.500 Euro vom Sparkassen-Sportfonds Hannover freuen. Der Sparkassen-Sportfonds unterstützt damit die Anschaffung eines Unterwassertelefons zur Hälfte. Dieses Telefon ist erforderlich, da die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung Rettungstaucher verbindlich verpflichtet, solche Telefone einzusetzen. Stefanie Rupprecht, von der Sparkasse Hannover, konnte sich dann auch gleich von der Funktionalität des Telefons, bei einem Gespräch mit dem Rettungstaucher Björn Fiedler, der in einem Tauchcontainer tauchte, überzeugen. Bei der Vorführung des Telefons betonte der erste Vorsitzende der DLRG, Torsten Semmler, dass die bisher genutzte Verständigungsmöglichkeit über Leinenzugzeichen leicht durch äußere Einflüsse gestört werden kann und nicht mehr den modernen Sicherheitsstandards genügt.
Der Sparkassen-Sportfonds Hannover schüttet jährlich bis zu 100.000 Euro aus. Sein vorrangiges Ziel ist es, die Sportvereine in ihrer gesellschaftlichen Funktion für die Menschen in und um Hannover zukunftsfähig und attraktiv zu machen.
Als Ausblick auf das verbleibende Jahr haben die DLRG-Mitglieder noch drei Termine für die Öffentlichkeit im Kalender. Am 14. Oktober veranstalten sie einen Kreativbasar, danach folgt am 03. November die Nacht der Lichter mit dem Laternenumzug und dem Höhenfeuerwerk und das Jahr wird vom 07. bis 09. Dezember mit den Norddeutschen Meisterschaften im Eisschwimmen abgeschlossen.