Zum dritten Mal bereits eine Absage

Erneut bei der Bewerbung durchgefallen: die Robert-Koch-Realschule.Foto: O. Krebs

Robert-Koch-Realschule weiter ohne Beratungslehrer

Langenhagen (ok). Die Robert-Koch-Realschule mit ihren insgesamt 700 Schülerinnen und Schülern in den Jahrgangsstufen 5 bis 10 steht seit einem halben Jahr ohne Beratungslehrer da. Für Klaus Teßmer, Elternvertreter im Schulvorstand, ein unhaltbarer Zustand. Denn: Die Schulleitung habe vorausschauend bereits drei Anträge für eine entsprechende Fortbildung bei der Landesschulbehörde gestellt, weil die Pensionierung des bisherigen Beratungslehrers feststand. Außerdem ist im Kollegium schon eine geeignete Lehrkraft ins Auge gefasst worden. Teßmer: „Die Zeit bis zum kommenden Schuljahr drängt; das Stundenkontingent muss dementsprechend zur Verfügung gestellt werden, denn dem Beratungslehrer stehen drei Stunden für seine Tätigkeit zu.“ Das wirke sich auf die Unterrichtsversorgung aus. Schulleiter Joachim Kirschning kann die Ablehnungen der Landesschulbehörde zwar nicht nachvollziehen, muss sich als Beamter aber natürlich den Entscheidungen seines Dienstherrn beugen. Konkretes kommt von der Pressestelle der Landesschulbehörde in Lüneburg: Es sei unzweifelhaft, dass Bedarf bestehe, das sei dem Schulleiter auch mitgeteilt worden. Gleichwohl stünden nur bestimmte Mittel zur Verfügung bei insgesamt nur 20 Plätzen im Raum nördlich und südlich von Hannover. Beworben hätten sich aber 60 Schulen, und Langenhagen hatte nach Auskunft des Sprechers der Niedersächsischen Landesschulbehörde, Christian Zachlod, in diesem Durchgang keine Priorität als Standort. Deswegen sei die Robert-Koch-Realschule auch dieses Mal in dem Auswahlverfahren, an dem viele verschiedene Gremien vom Schulbezirksrat über die Vertrauensleute bis hin zu den Gleichstellungsbeauftragten beteiligt worden seien, nicht zum Zuge gekommen. Bleibt der Schule und ihrer Leitung jetzt nur die Möglichkeit, es ein viertes Mal zu versuchen.