Zum Glück gibt’s den Schornsteinfeger

Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Bernd Althusmann bei seiner Ansprache. (Foto: D. Lange)

Landesinnungsverband Niedersachsen hat zum Neujahrsempfang eingeladen

Langenhagen (dl). „Ganz Niedersachsen ist unser Kunde“ Unter diesem Motto hatte der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Niedersachsen zum Neujahrsempfang in die Schornsteinfegerschule Langenhagen eingeladen. Der bevorstehende Umzug der Schule 2022 zum Wissenschaftspark in Marienwerder war an diesem Abend allerdings nur ein Thema am Rande. Was das Handwerk aktuell bewegt, ist nicht in erster Linie der Fachkräftemangel. Das auch, vor allem aber sind es neue Herausforderungen in Sachen Klimaschutz und in diesem Zusammenhang das geplante Gebäudeenergiegesetz(GEG), welches für Verunsicherung sorgt. Angesichts der vorgesehenen Einschränkungen ab Januar 2026 stellt sich für viele Hausbesitzer die Frage: Ist die Ölheizung noch zukunftsfähig, ja oder nein? Bis zu diesem Datum jedenfalls sollen bundesweit die alten Ölheizungskessel gegen effizientere Ölbrennwertgeräte ausgetauscht werden, weil Ölheizungen danach nur noch in einem Hybridverbund mit Erneuerbaren Energien zugelassen sind. Das gilt auch für Neubauten. Wenn nicht ohnehin, da wo es möglich ist, auf Gas-Brennwerttechnik umgestellt wird,, die nach Meinung der Schornsteinfeger hinsichtlich Effizienz und Leistung das Optimum darstellt. Auch in diesem Fall wieder als Hybridlösung unter Einbindung von Erneuerbaren Energien, deren Anteil jeweils vorgeschrieben ist. Nur für Hybridanlagen dieser Art werden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Fördermittel bereitgestellt, nicht aber für Ölbrennwertgeräte. „Vielleicht ist es ja Jammern auf hohem Niveau“, vermutet der Präsident des Deutschen und Europäischen Schornsteinfegerhandwerks, Oswald Wilhelm, „aber so wie das GEG lässt auch die neue Kehr- und Überprüfungsordnung auf sich warten. Zwar haben wir dafür die technischen Normen mitentwickelt, aber die Angelegenheit liegt derzeit bei der EU, die darüber zu entscheiden hat. Danach wird sich der Bundestag damit befassen“. Das Thema Energie und Wettbewerb steht auch für den niedersächsischen Wirtschaftsminister Bernd Althusmann im Mittelpunkt seines Gastvortrags anlässlich des Neujahrsempfangs. Das Klimaschutzpaket der Bundesregierung sei aus seiner Sicht durchaus ambitioniert, sorge bei vielen Verbrauchern dagegen aber für Verunsicherung. Althusmann rief dazu auf, optimistisch zu sein, die Ärmel hochzukrempeln und den Wettbewerb anzunehmen.