Zur Betreuung Demenzkranker

"Dia-Dem“ bietet fünftägige Schulung für Interessierte an

Langenhagen. Einen Qualifizierungskursus zur Betreuung demenzkranker Menschen bietet das Langenhagener Projekt „Dia-Dem“ in diesem Herbst an: Die Schulung ist geeignet für Personen, die sich für die stundenweise Betreuung demenzerkrankter Menschen interessieren oder bereits Erfahrung damit haben und sich für diese Tätigkeit weiter qualifizieren möchten. Schulungsort sind die Dia-Dem- Räume am Söseweg 5 in Langenhagen; der Kursus findet dort mittwochs, jeweils von 9 bis 13 Uhr, an folgenden Tagen statt: 30. Oktober, 6., 13., 20. und 27. November. Inhalte der Schulung sind unter anderem das Krankheitsbild, der Verlauf und die Therapiemöglichkeiten verschiedener Demenzformen, das Verhalten demenzerkrankter Menschen, der Umgang und die Kommunikation mit Erkrankten, Aktivierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten, das biographische Arbeiten, die Situation der pflegenden Angehörigen, Einblicke in die Gesetze zur Pflegeversicherung sowie der Umgang mit kritischen Situationen und medizinischen Notfällen.
Das diakonische Projekt Dia-Dem begann seine Arbeit im Jahr 2004; der Name setzt sich zusammen aus den Wörtern „Diakonie“ und „Demenz“. Ziel des Projektes ist es, Familien mit an Demenz erkrankten Angehörigen zu unterstützen und zu entlasten. Träger ist die gemeinnützige Gesellschaft Birkenhof Ambulante Pflegedienste in Kooperation mit dem Verein „Gemeinsam leben in Langenhagen“, in dem sich die evangelische Emmaus-Kirchengemeinde engagiert.
„Demenzpatienten leben oft in ihrer eigenen Welt und kommen mit den Anforderungen ihrer Umwelt nicht mehr zurecht“, sagt Birgit Kröger, Krankenschwester und Sozialberaterin in der Altenhilfe mit Schwerpunkt Demenz. Seit 2009 ist sie hauptamtliche Mitarbeiterin im Projekt Dia- Dem, organisiert und leitet Fortbildungen und koordiniert den Einsatz der freiwilligen Helferinnen und Helfer. Diese besuchen die Patientinnen und Patienten in ihren Familien, gehen mit ihnen spazieren, lesen vor oder hören zu, spielen oder basteln mit ihnen oder sind einfach nur da. Für die Familien bedeutet diese Unterstützung oft viel, schafft sie ihnen doch einen dringend benötigten Freiraum.