„Zusammenspiel so gut wie noch nie“

Matthias Thäle: "Die Mitarbeiter sind sehr sorgsam und professionell mit der Situation umgegangen." (Foto: O. Krebs)

DRK-Sozialstation: Abstriche im Rahmen des Katastrophenschutz

Langenhagen (ok). Die Corona-Krise stellt gerade für den ambulanten Pflegedienst eine besondere Herausforderung dar. „Jeden Tag gibt es neue Erkenntnisse, jeden Tag müssen wir uns auf etwas Neues einstellen“, sagt Matthias Thäle, beim DRK Langenhagen für die Sozialstation zuständig. Gerade zu Beginn der Pandemie seien Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel überall ausverkauft und Restbestände richtig teuer gewesen. Die Fachkraft für Hygiene habe in dieser Zeit einen richtig guten Job gemacht, eine andere Mitarbeiterin das Thema Beschaffung übernommen. Und auch die Bereitschaften des Roten Kreuzes seien in dieser Zeit über Gebühr gefordert gewesen,. Im Rahmen des Katastrophenschutzes seien sie für sämtliche Corona-Abstriche zuständig – sowohl zu Hause bei den pflegebedürftigen Menschen als auch im Drive-In-Testzentrum. Matthias Thäle lobt: „Das Zusammenspiel zwischen Haupt- und Ehrenamt war noch nie so gut wie in dieser Zeit.“ Und die Krise sei ja immer noch da, es laufe alles weiter. Die Bedeutung der Pflegekräfte sei in dieser Zeit noch mehr in den öffentlichen Fokus geraten, die Belastung deutlich gestiegen. Thäle: „Es ist nicht einfach, den ganzen Tag lang mit Mund-Nase-Schutz zu arbeiten.“ Auch in der Tagespflege gebe es natürlich ein spezielles Hygienekonzept, zurzeit dürfe die Kapazität auch nur zu 50 Prozent ausgeschöpft werden. Die Angehörigen und Gäste seien aber froh, dass es jetzt wieder halbwegs seinen gewohnten Gang laufe. „Eine Betreuung ist ja auch schwierig, wenn die Angehörigen berufstätig sind“, sagt Thäle. Auch in der Sozialstation ginge alles seinen gewohnten Gang. Thäle ist froh, dass seine Mitarbeiter sehr sorgsam und professionell mit der Situation umgingen, sich niemand infiziert habe. Er appelliert an alle, weiterhin sehr vorsichtig zu sein und sich angesichts der aktuell niedrigen Zahlen nicht zu sehr in Sicherheit zu wiegen. Die Tagespflege an der Freiligrathstraße in Wiesenau nimmt aber nach wie vor Anmeldungen unter der Telefonnummer (0511) 36 71-200 entgegen.