Zwischen fliegen und radfahren

Frank Mollenhauer mit seinem Flyke. Mit diesem ungewöhnlichen Transportmittel, das es in dieser Version nicht zu kaufen gibt, legte er schon 47.000 Kilometer zurück. Foto: E.A. Nebig

Individualist Frank Mollenhauer auf außergewöhnlichem Fortbewegungsmittel

Langenhagen (ne). Rentner Frank Mollenhauer fällt vielen Langenhagenern auf, auch wenn er nur Fahrrad fährt. Denn: Er scheint draufzuliegen. Nach einem Plausch mit Bekannten in den Elisabeth-Arkaden radelt der Individualist, wie er sich selbst bezeichnet, mit seinem dreirädrigen Flyke wieder davon. Dabei ist sein Fahrzeug in Wirklichkeit gar kein Rad, sondern ein etwas umgewandeltes Fluggerät. Es wurde vor einigen Jahren in Langenhagen erfunden und wird heute in der Wedemark unter der Marke Fresh Breeze produziert. Das Sportgerät wird in verschiedenen Varianten variabel im Gleitfliegersport verwendet, um die Aktiven im Paragliding mobiler zu machen. Zum Beispiel, um sie zu motorisieren; so gibt es eine Variante als zweisitziges Leichtflugzeug. Frank Mollenhauer hat eine Zeitlang an der Weiterentwicklung des Flykes, das sowohl fliegen als auch radfahren ermöglichen soll, mitgewirkt. Doch nicht nur durch sein außergewöhnliches Transportmittel wurde der gebürtige Krähenwinkeler bekannt, sondern durch seine lange Mitarbeit im aufgelösten Autohaus Fette und vor allem in den zurückliegenden Jahrzehnten durch seine vielen ehrenamtliche Aktivitäten. Er gehörte zum Vorstand des vor Jahren aufgelösten Jugend-Spielmannszuges KLK (Krähenwinkel-Langenhagen-Kaltenweide). Mehr als 100 Mädchen und Jungen waren in diesem Ensemble. Das wurde vor damals vor allem vom ECHO-Chef Walter Raap sowie dem Festwirt Adolf Rick gefördert. Unter dem 1. Vorsitzenden Hans Heß spielte dieses Jugendspielmannskorps damals einen Erfolg nach dem anderen ein und gestaltete viele Schützenfeste mit. Zusammen mit Heß organisierte Mollenhauer jahrelang die KLK-Jugend-Zeltlager am Ith, über die das ECHO regelmäßig berichtete, ebenso wie über den legendären Skat-Club "Pik Ass". Dessen Turniere im Bahnhofshotel und legendären Skat-Turnier-Auslandsreisen in alle Welt waren beachtlich. Organisiert wurden sie ab 1979 über zwei Jahrzehnte hinweg von Frank Mollenhauer und Horst Rick, Sohn des Festwirtes Adolf Rick.