DAK-Gesundheit: Norovirus sogar um 52,1 Prozent zurückgegangen

38,6 Prozent weniger Infektionskrankheiten in der Region Hannover seit Pandemiebeginn

Langenhagen. Im Corona-Jahr 2020 ist in der Region Hannover durch die Hygienemaßnahmen ein deutlicher Rückgang bei vielen Infektionskrankheiten festzustellen. In der Summe waren, ohne Berücksichtigung vom Corona-Virus, 38,6 Prozent weniger Nachweise gemeldet worden. Laut einer Analyse der DAK-Gesundheit von Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) gingen Norovirus-Infektionen um 52,1 Prozent zurück. Diese sich gerade in Gemeinschaftseinrichtungen rasch verbreitende Erkrankung wurde im vergangenen Jahr somit deutlich weniger gemeldet. Aber auch sogenannte Kinderkrankheiten kamen weniger oft vor. Windpocken gingen um 31,6 Prozent zurück, Erkrankungen durch Rota-Viren sogar um 90,4 Prozent. Die Gründe für den Rückgang sieht die Krankenkasse vor allem bei den Corona-Maßnahmen der Regierung, die auch einen Einfluss auf die Übertragung von anderen Krankheiten gehabt haben.
„Der positive Effekt bei den Ansteckungen zeigt, dass die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie prinzipiell wirken. Die Übertragung vieler anderer gefährlicher Krankheiten wurde so verhindert“, sagt Stefanie Gödecke von der DAK-Gesundheit in Langenhagen. „Die Maßnahmen wie etwa Schul- und Kitaschließungen, Homeoffice, Abstandsregeln, Kontaktbeschränkungen und Handhygiene haben beispielweise die Übertragung von Atemwegs- und Magen-Darm-Erkrankungen verhindert und damit insgesamt einen positiven Einfluss.“
Die Statistik weist dementsprechend auch bei der typischen Reiseerkrankung Denguefieber einen rückläufigen Trend aus. So gingen hier die Fallzahlen von 15 auf 3 zurück. Im gesamten Bundesgebiet wurden 29,7 Prozent weniger meldepflichtige Erkrankungen registriert.