Erst telefonisch klären

Thema Waffenfund

Heidekreis/Region. Immer wieder kommt es vor, dass zum Beispiel bei Auflösung eines Nachlasses eine Waffe und/oder Munition gefunden wird. Ob gut versteckt oder offen in einer Schublade sorgen solche Funde häufig für Erstaunen und stellen die Finder vor die Frage: Was jetzt tun? Die Polizei rät, die Waffenbehörde des Landkreises beziehungsweise die der Stadt Walsrode oder die Polizei über den Fund telefonisch in Kenntnis zu setzen. Auf keinen Fall sollten die Finder den gefundenen Gegenstand selber zur Polizei bringen. Das Transportieren und Führen von Waffen ist grundsätzlich erlaubnispflichtig. Hat man solch eine Erlaubnis nicht und bringt die Waffe guten Glaubens zur Polizei, muss man mit einer Anzeige rechnen. "Wir sind da in einer unschönen Lage", so Olaf Rothardt, Sprecher der Polizei im Heidekreis. "Auf der einen Seite nehmen wir solche Waffen gern entgegen, auf der anderen unterliegen wir dem Strafverfolgungszwang.
Das heißt, wir müssen ein Verfahren einleiten, wenn wir von einer Tat Kenntnis erhalten. Die Finder, die etwas Gutes tun wollen, verstehen in diesem Fall die Welt nicht mehr". Um diese - insbesondere für den Finder - missliche Lage zu umgehen, rät die Polizei: Erst anrufen und klären, wie weiter zu verfahren ist.