Sozialministerin Aygül Özkan: „Wir fördern Familien“

Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan informiert in Hannover über das neue Kinderwunschförderprogramm.

Landesregierung unterstützt Paare mit Kinderwunsch

Hannover. Die Niedersächsische Landesregierung beteiligt sich an dem Bundesprogramm zur Unterstützung bei ungewollter Kinderlosigkeit. „Wir wollen Paaren mit Kinderwunsch helfen“, sagt Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan: „Viele Paare kommen auf mich zu und schildern mir, wie sie sich das Geld für die medizinische Hilfe mühsam zusammensparen. Deshalb weiß ich: Familien zu fördern ist sinnvoll angelegtes Geld. Immerhin ist jedes zehnte Paar zwischen 25 und 59 ungewollt kinderlos. Erfahrungen zeigen, dass bei einer finanziellen Entlastung der Paare die Zahl der Befruchtungen zunimmt und mehr Kinder geboren werden.“ Die Krankenkassen übernehmen seit 2004 50 Prozent der Kosten für die ersten drei Versuche einer künstlichen Befruchtung. Niedersachsen und der Bund werden ab dem 1. Januar 50 Prozent des den Paaren verbleibenden Eigenanteils übernehmen. Das heißt, dass die Paare in der Regel nur noch 25 Prozent der Gesamtkosten selbst tragen müssen. Zusätzlich fördern Niedersachsen und der Bund gemeinsam einen vierten Versuch. Hier zahlen die Krankenkassen gar nichts mehr, dafür übernehmen Bund und Land bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten. Für das Programm stellt Niedersachsen jährlich rund 1,7 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden verheiratete Paare, deren Hauptwohnsitz in Niedersachsen liegt und deren Behandlung in einer ebenfalls niedersächsischen Einrichtung erfolgt. Die Frau kann zwischen 25 und 40 Jahre alt sein, der Mann zwischen 25 und 50 Jahre.