3:0-Führung in nur acht Minuten verspielt

4:6: Sparta wird vom SC Wedemark vorgeführt

Wohl nur noch die größten Optimisten unter Spartas Anhängern mögen nach dieser desaströsen Vorstellung daran glauben auch in der kommenden Saison Fußballspiele auf Kreisliga-Niveau am Silbersee zu erleben. Was die Burgmüller/Schmeisser-Truppe im Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht aus der Wedemark ablieferte, war schlichtweg grottenschlecht. Dabei hatte der 2:0-Sieg der Vorwoche in Garbsen die Hoffnung auf eine Wende zum Besseren genährt, verbunden mit der Erwartung eines weiteren Dreiers in diesem sogenannten Sechs-Punktespiel. Natürlich war es nicht von Vorteil, dass die Schwarz-Gelben in dieser Partie ohne Torhüter dastanden und der etatmäßige Angreifer Arda Evrem kurzerhand die Handschuhe anziehen musste, aber alleinige Erklärung für das geradezu kollektive Versagen war dieser Umstand nicht. Zumal die frühe Führung durch Bardiya Pourrahmati nach elf Minuten dem Team durchaus hätte Auftrieb geben können. Im Abwehrbereich zeichneten sich aber bereits in dieser Phase bedenkliche Schwächen im Zweikampfverhalten ab. Nur gut, dass der SCW ziemlich fahrlässig mit den sich daraus bietenden Möglichkeiten umging. Umso überraschender fiel auf der Gegenseite das 2:0 durch Nikolai Dückmann (19. Minute) und als Dennis Schweer zum 3:0 in der 25. Minute einschoss, stellte dies den Spielverlauf eigentlich auf den Kopf. Ein Zwischenstand, der wohl eher der Schwäche des Gegners geschuldet war, denn einer berauschenden Leistung der Platzherren. Pourrahmati stand kurz davor, sich ein zweites Mal als Torschütze einzutragen, wurde jedoch im letzten Moment von SCW-Keeper Lars Markgraf gebremst. Was dann binnen acht Minuten vor der Pause geschah, dürfte einen Eintrag in das Guiness-Buch der Rekorde wert sein. Henning Kalkühler, bekanntlich torgefährlichster Stürmer der Gäste, erzielte wie aus dem Nichts binnen sechs (!) Minuten einen lupenreinen Hattrick zum Ausgleich, dem Michael Draper fast mit dem Halbzeit-Pfiff noch ein weiteres Tor folgen ließ.
In Spartas hinteren Reihen herrschte totale Konfusion und geradezu Hilflosigkeit.
Mit einer unmissverständlichen Kabinen-Ansprache sowie der Einwechselung von Jeffrey Stock und Alexander Steinpreis hoffte Spartas Trainer-Duo eine Wende herbeiführen zu können. Indes, die Verunsicherung innerhalb der Mannschaft wurde zusehends größer. Abspiel- und Stellungsfehler nahmen zu und den Gästen boten sich weitere Chancen zur Resultaterhöhung, die erneut Kalkühler erst spät in der 72.Minute per Handelfmeter nutzte. Steinpreis erzielte zwar kurz darauf (77.) den Anschlusstreffer und der ebenfalls nach langer Verletzung gekommene Björn Krüger hatte mit einem Kopfball an den Pfosten Pech, aber Fabian Krampes Tor in der 90.Minute zum 4:6 beendete diese kuriose Partie zu Gunsten der Gäste. Die Aufgabe am Sonntag, 15 Uhr, in Neustadt beim ebenfalls gefährdeten FC Wacker wird möglicherweise zum Schlüsselspiel beim Kampf gegen den Abstieg.
Aufstellung Sparta: Arda Evrem; Frederick Krell (46. Minute Jeffrey-Appiah Stock), Pawel Martyn, Bardiya Pourrahmati, Alexander Brandt (46. Minute. Alexander Steinpreis), Nikolai Dückmann (56. Minute Björn Krüger) , Daniel Klassen, Sedat Ekinci, Alexander Reinhardt, Dennis Schweer, Steven Schmeisser.