Alexander Dosch weiter ungeschlagen

Gleich schlägt es nach dem Kopfball Helge Heiders zum 2:1 im Gehäuse von Stuhr ein. (Foto: O. Krebs)
 
Verbissen kämpften die Krähen im Abstiegsduell um jeden Ball. (Foto: O. Krebs)

Krähen gehen in der Landesliga einen Platz rauf

Der Trainerwechsel beim Fußball-Landesligisten TSV Krähenwinkel/Kaltenweide
hat den Effekt gebracht, den sich alle Anhänger des Waldsee-Teams so sehr gewünscht
hatten. Mittlerweile liegen drei Partien hinter der Mannschaft, in denen Alexander Dosch
und Co-Trainer Marc Ulrich die Verantwortung getragen haben. Und in allen drei Spielen
ist der TSVKK ungeschlagen geblieben. Am Sonntag gab es im Heimspiel gegen den
TV Stuhr die Punkte fünf, sechs und sieben unter dem neuen Übungsleiter.
Es war erneut ein Kellerduell, zu dem die Rot-Blauen bei ungemütlichen Witterungs-
verhältnissen antraten. KK ging als 14. in die Begegnung, der Gegner aus dem Landkreis
Diepholz nahm den 15. Rang an. Bei einer Krähenwinkeler Niederlage wäre Stuhr bis
auf einen Punkt an die Krähen herangerückt. Insofern ging es für das Dosch-Team darum,
genau dieses zu verhindern und statt dessen die Distanz auf den Konkurrenten weiter auszubauen.
Vorsicht war jedoch geboten. Denn in der Vorwoche hatte der TVS einen großen Coup
gelandet. Sein Auswärtssieg beim Meisterschaftsfavoriten SV Bavenstedt war die größte
Überraschung der bisherigen Landesliga-Saison. Dieser Erfolg schien den Gästen reichlich Rückenwind gegeben haben. Denn sie waren es, die dem Spiel in der Anfangsphase ihren  Stempel aufdrückten. Und sie waren es, denen das erste Tor gelang. Nach Vorarbeit von  Riccardo Azzarello traf Adrian Herrmann in der zehnten Minute zum 1:0 für Stuhr. Kurz  danach hätte der Aufsteiger einen weiteren Treffer nachlegen konnte. Einen Fehler in der Krähenwinkeler Hintermannschaft konnte der TV Stuhr nicht nutzen. Doch dann hatte  Krähenwinkels Philipp Schmidt einen seiner großen Momente, wie sie die Fans seit  Jahren in Entzücken versetzen. Er befand sich in der Nähe der linken Eckfahne. Statt  einer Flanke entschied er sich jedoch aus diesem schwierigen Winkel für einen Torschuss. Schmidt traf den Ball perfekt, so dass er tatsächlich hinter der Linie landete. Nach 25  Minuten hatten die Rot-Blauen dann das Spiel gedreht. Nach einem Freistoß von Schmidt von der linken Seite stieg Helge Heider in die Luft, um den Ball zum 2:1 ins Tor zu köpfen. Mit der Führung im Rücken wurde der TSV KK nun immer sicherer in seinen Aktionen  und setzte die Gäste mehr und mehr unter Druck. Dennoch konnte sich der TVS zweimal davon befreien. Der Schuss vom Tim Langreder in der 31. Minute stellte für KK-Keeper Andre Pigors jedoch keine große Herausforderung da. Weitaus größer war die Gelegenheit, die sich dem TV Stuhr nach 37 Minuten bot. Torben Drawert kam freistehend vor dem  leeren Tor zum Schuss. Seine Mannschaftskameraden und die sympathischen Fans aus  Stuhr hatten die Jubelschreie schon auf den Lippen. Doch Drawert schoss vorbei.  Riesenglück für die Krähen, die ihrerseits bis zum Seitenwechsel noch Möglichkeiten für Marcel Kunstmann und Felipe-Marcel Böttcher hatten. Lange dauerte die zweite Halbzeit noch nicht an, da gelang es dem Waldsee-Team, den
Vorsprung auszubauen. Auch an diesem Tor war Philipp Schmidt beteiligt. Seine Flanke
bugsierte Marcel Kunstmann zum 3:1 über die Linie. Obwohl zu diesem Zeitpunkt erst
51 Minuten vergangen waren, bedeutete dieses schon eine Vorentscheidung. Der TV
Stuhr hatte kaum noch etwas entgegenzusetzen, und die Krähen brachten den Spielstand
souverän ins Ziel. Aussichtsreiche Strafraumszenen waren im zweiten Durchgang selten.
Ein Kunstmann-Schuss ging knapp über das Tor. Und der kurz zuvor eingewechselte
Sebastian Helms brachte den Ball mit einem strammen regelrechten Strahl auf das
Gästetor. Dort verhinderte TVS-Torhüter Niklas Frank den Treffer mit einer Glanzparade.
Nach diesem Sieg sind die Krähen von Platz 14 auf Platz 13 geklettert. Dieses ist zwar
weiterhin ein Abstiegsrang. Doch das rettende Ufer ist wieder in Sichtweite. Das Team
ist bestrebt, die Erfolgsserie unter Alexander Dosch weiter auszubauen. Am nächsten
Sonntag, den 25.November spielen die Rot-Blauen um 14 Uhr beim TuS Sulingen. Der
Oberliga-Absteiger belegt zur Zeit den sechsten Platz. Mit solch herausragenden Akteuren
wie Torjäger Mehmet Koc, Abwehr-Ass Richard Sikut und den japanischen Fußball-
technikern Taiki Hirooka und Atsushi Waki zählt der TuS sicherlich zu den spielstärksten
Mannschaften der Landesliga. Doch auch der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide muss sich
an einem guten Tag vor keinem Gegner verstecken. Und am Sonntag will der TSVKK
einen ebensolchen Tag verleben.

Mannschaft: Pigors, Bart, Heider, Tegtmyer (ab 57.Hübner), Heineking, Pfeuffer,
Schorler (ab 57.Marre), Legien, Schmidt (ab 71.S.Helms), Kunstmann, Böttcher
Trainer: Dosch
Trainer: 10.0:1 Adrian Herrmann, 17.1:1 Philipp Schmidt, 25.2:1 Helge Heider,
51.3:1 Marcel Kunstmann