Beste Werbung fürs Fußball-Derby

TSV KK glänzt im Top-Spiel der Bezirksliga

Am nächsten Sonntag kommt es erstmals in dieser Saison zum Derby in der Fußball-Bezirksliga. Ab 14 Uhr treffen am Godshorner Spielplatzweg der TSV Godshorn und der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide aufeinander.Neben der lokalen Nähe der Teams darf diese Partie Attribute wie „Vierter gegen Zweiter“ oder „beste Heimmannschaft gegen beste Auswärtsmannschaft“ für sich beanspruchen. Sowohl der TSV Godshorn als auch der TSVKK haben am letzten Wochenende beste Werbung für das anstehende Nachbarschaftstreffen betrieben. Während die Godshorner beim Tabellenführer STK Eilvese zu einem beachtlichen 1:1 kamen, glänzten die Krähen beim 5:1-Heimerfolg über den SV Damla Genc Hannover. Der TSV KK machte von Anfang an viel Druck und schnürte den Gegner in dessen Hälfte ein. Dem zu diesem Zeitpunkt bereits verdienten Führungstreffer stand in der achten Minute der Pfosten im Weg. Umso ärgerlicher dann die 14. Minute. Damla Genc war bis dahin nicht einmal im Krähenwinkeler Strafraum aufgekreuzt. Bei ihrem ersten Erscheinen kamen die „jungen Tropfen“, so die deutsche Übersetzung des Vereins-
namens, gleich zum Führungstreffer. Niyazi Sarier schloss einen Konter erfolgreich ab. Durch dieses Tor änderte sich jedoch nicht die Tatsache, dass KK die bessere Mannschaft stellte. Ein Freistoß von Philipp Schmidt flog rechts oben knapp über das Tor, ein weiterer fand keine Abnehmer. Marc Ulrich kam in der 21. Minute nicht an Damla-Keeper Eren Tastan vorbei. Die Hannoveraner kamen nach und
nach besser ins Spiel und ließen ihre zweifelsohne vorhandenen fußballerischen Qualitäten aufblitzen. Das Spiel gewann an Ausgeglichenheit, auch weil sich bei den Krähen nun vereinzelte Fehler einschlichen. Somit hätte der Zeitpunkt zum 1:1 nicht besser sein können, denn genau in dieser Phase fiel das Ausgleichstor. Philipp Schmidts Freistoß flog über die gegnerische Mauer hinweg und landete bei Philipp Schütz. Dessen Schuss wurde noch abgelenkt, doch dann war Torjäger Marc Ulrich da, um den Ball über die Linie zu schicken.
In der zweiten Halbzeit gelang dem TSV KK noch mehr. Das Publikum am Waldsee wurde mit zahlreichen gelungenen Kombinationen bestens unterhalten. Früh sprinteten Marc Ulrich und Philipp Schmidt auf das gegnerische Tor zu. Ulrich spielte quer zu Schmidt, der zu einem Alleingang in Richtung Strafraum ansetzte, um dort von Gästetorhüter Eren Tastan mittels einer Notbremse aufgehalten zu werden. Die Konsequenz war die Rote Karte für den Schlussmann und Elfmeter für die Rot-Blauen. Marc Ulrich traf souverän und erhöhte damit seine Traumquote in der Torschützenliste auf 22 Treffer. In Überzahl spielten sich die Krähen regelrecht in einen Rausch, während bei den Gästen fortan kaum noch etwas funktionierte. Nach 61 Minuten hatte KK einen Freistoß aus rund 17 Metern vor dem Tor. Philipp Schmidt bewies seine Vollstreckerqualitäten und drosch den Ball durch die Lücke in der Mauer zum 3:1 ins Tor. Adrian Zimmermann hätte kurz danach das vierte Krähentor schießen können, doch schoss er den Ball über den Kasten. Dafür übernahm erneut Philipp Schmidt die Rolle des Torschützen. Einen Handelfmeter verwandelte er in der 65. Minute zum 4:1. Dann flog ein weiterer Damla-Spieler vom Platz. Der bereits mit Gelb belastete Tuncay Ayyildizli spielte den Ball im Strafraum mit der Hand. Neben der weiteren Dezimierung der Gästemannschaft war ein weiterer Strafstoß für die Krähen die Folge. Wieder war es
Philipp Schmidt, der die Gelegenheit eiskalt nutzte. Schmidt gelang somit nicht nur ein lupenreiner Hattrick, sondern er war an allen fünf TSVKK-Toren beteiligt und ragte aus einer hervorragenden Krähenwinkeler Mannschaft noch heraus. Die Spezialmaske, die er aufgrund eines Nasenbeinbruchs vor dem Gesicht tragen muss, behindert Schmidt scheinbar keinen Deut.
Mannschaft: J. Helms, Sumpf, T. Schmidt, Oliveira, S. Helms, Schütz (ab 77.Ukaj), A. Ulrich, P. Schmidt, Zimmermann, Mücke (ab 82.Günay), M. Ulrich (ab 77.Schwitalla) Trainer: Schülke