Bitter: mehr Platzverweise als Tore

Aber TSV KK gibt nicht auf – Sonntag kommt der HSC

Als am Sonntagnachmittag die zweite Halbzeit des Fußball-Landesligaduells zwischen dem TSV Pattensen und dem TSV Krähenwinkel/Kaltenweide unmittelbar bevorstand, da konnten einem die Kicker vom Waldsee schon arg leidtun. Sie lagen in diesem Auswärtsspiel mit 0:2 im Hintertreffen, das Thermometer zeigte 30 Grad Celsius an, und aufgrund einer Roten Karte war das Team zudem um einen Spieler dezimiert. Ein schwerer Gang - doch die Krähen zeigten Charakter, und man sah ihnen an, dass sie fest entschlossen waren, sich nicht aufzugeben. Waren sie den Pattensern in den ersten 45 Minuten in puncto Zweikampfstärke und Schnel-
ligkeit noch unterlegen, so fanden sie jetzt immer besser ins Spiel, wurden deutlich ballsicherer und erspielten sich einige Tormöglichkeiten. Der Rückstand war zustande gekommen, nachdem zunächst Sascha Lieber eine von zwei großen
Chancen in der 15. Minute und kurz vor der Pause Christian Eilers eine weitere Gelegenheit für sich nutzte. Beim zweiten Gegentreffer standen nur noch zehn Krähen auf dem Platz. Paulo Oliveira hatte nach einer Notbremse Rot gesehen.
Nach Wiederanpfiff brauchte es zwar weitere zehn Minuten und etwas Glück, etwa als lieber für den TSV Pattensen nach einem Alleingang freistehend am Tor vorbeigeschossen, Linus Schnack neben und Jan Marquardt über den Kasten gezielt hatten. Doch dann zeigten die Rot-Blauen ihre positive Seite. Allein, die sich bietenden Chancen wurden nicht verwertet. Marc Ulrich scheiterte an Keeper Pascal Schaar; Linnemanns Schuss ging knapp daneben und eine durch Giovanni Costa
und Tim Linnemann glänzend eingeleitete Tormöglichkeit konnte Marc Ulrich nicht nutzen. Kurz nachdem Costa den Ball nach einem Freistoß von Philipp Schmidt über das Tor geschossen hatte, fing sich der TSV KK einen Konter ein. Christian Eilers riss die Krähen und ihren Anhang mit dem Treffer zum 3:0 in der 63. Minute aus allen Comeback-Träumen. Nico Westphals Treffer zum 4:0 in der 77.Minute stellte dann das bittere Endergebnis dar. Es spricht für die Rot-Blauen, dass sie trotz allem durch Nils Tegtmeyer, dessen Schuss links vorbeiging und Philipp Schmidt, dessen Versuch von Torhüter Schaar zur Ecke geklärt wurde, weitere Chancen besaßen. Hätte es die Mannschaft geschafft, über 90 Minuten ihre Bestleistung abzurufen, vor dem Tor effektiver zu sein und das Spiel zu elft zu Ende zu bringen – sie hätte nicht mit null Punkten die Heimreise antreten müssen. So steht die bittere Erkenntnis, dass mit drei Platzverweisen in vier Spielen mehr Herausstellungen als erzielte Treffer auf dem Konto stehen. Und nun steht eine Mammutaufgabe bevor. Denn am nächsten Sonntag, 6. September, kommt der
Hannoversche SC an den Waldsee. Der HSC hat bisher jedes Spiel gewonnen und dabei ein Torverhältnis von 18:1 herausgeschossen. Umso mehr braucht der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide die Unterstützung seines Publikums, um vielleicht eine Überraschung zu schaffen. Das Spiel beginnt um 15 Uhr.
Mannschaft: J. Helms, Bart (ab 32.Tegtmeyer), Oliveira, Linnemann (ab 70. S.Helms), Dosch,W. Schmidt, Koschinsky (ab 43. T. Schmidt), P. Schmidt, Miener, Costa, M. Ulrich Trainer: Schülke
Tore: 15.1:0 Sascha Lieber, 41.2:0 Christian Eilers, 63.3:0 Christian Eilers, 77.4:0 Nico Westphal
Rot: 25. Oliveira (TSVKK)