Björn Krüger rettet Sparta einen Punkt

2:0 -Führung erneut in Schlussphase verspielt

Ob es nun ein gewonnener Punkt oder doch eher eine gefühlte Niederlage war, darüber gingen zumindest im Lager Spartas nach dem Abpfiff die Meinungen nicht auseinander. Ganz klar, wenn man bis zur 75. Minute einen Zwei-Tore-Vorsprung als Polster hat, „muss meine Mannschaft auch mal in der Lage sein diesen über die Runden zu bringen!“ (O-Ton Trainer Bernd Burgmüller). Zehn Punkte trennen die Schwarz-Gelben derzeit zwar noch vom ersten Abstiegsplatz, aber bei 21 noch zu vergebenen Zählern gewiss kein Ruhekissen. Bei den zuletzt etwas außer Tritt geratenen „Schloss-Herren“ starteten die Spartaner recht selbstbewusst und couragiert. Die Viererkette, gut organisiert vom diesmal zurückgezogenen Björn Krüger, ließ den bekanntermaßen gefährlichen Angreifern der Gastgeber kaum Entfaltungsmöglichkeiten und auch in der Vorwärtsbewegung gab es vielversprechende Ansätze. Einen dieser schnell vorgetragenen Angriffe nutzte der flinke Arda Evrem folgerichtig zum Führungstreffer, zuvor perfekt bedient von Dennis Schweer (16. Minute). Damit nicht genug, nachdem ein vehementer Freistoß von Alexander Steinpreis nur unzureichend abgewehrt wurde, war Evrem erneut zur Stelle und ließ seine Elf zum zweiten Male jubeln (26. Minute). Besser konnte es eigentlich nicht laufen, zumal der Gegner nun zusehends nervöser agierte und mehr mit sich selbst, denn den Spartanern zu tun hatte.
Dennoch fehlten in der Halbzeitansprache von Trainer-Duo Schmeisser/Burgmüller nicht die mahnenden Worte, nun nicht nachzulassen und weiterhin die Konzentration hoch zu halten.
Diese Botschaft schien das Team zunächst auch zu weiteren Taten zu inspirieren, denn die Elf vom Silbersee diktierte das Geschehen. Steinpreis hatte Pech, sein Heber landete nur auf dem Tornetz und nach genau einer Stunde wurde Evrems Schuss gerade noch von der Torlinie gekratzt. Bis dahin kaum in Erscheinung getreten, leitete Ex-Armine Dominik Strunkey in der 75. Minute mit seinem aus dem Gewühl heraus erzielten Anschlusstreffer die Wende in dieser Partie ein. Als ihn kurz darauf Marcel Damerius im Strafraum zu Fall brachte, gelang Justin Fehder vom Elfmeterpunkt der Ausgleich. Damit nicht genug, gegen die völlig verunsicherten Gäste besorgte Michele Pannwitz gar das 3:2 (85. Minute). Nur gut, dass der aufgerückte Björn Krüger im Gegenzug mit seinem Kopfball zumindest noch einen Punkt rettete. Zwei Zähler mehr hätten es angesichts des Spielverlaufs bis weit in die zweite Hälfte eigentlich sein müssen!
Im nächsten Heimspiel gastiert am kommenden Sonntag um 15 Uhr auf dem Sportplatz am Silbersee der gerade als Spitzenreiter entthronte TSV Berenbostel. Brisanz erhält diese Partie durch den unrühmlichen Spielabbruch in der Vorrunde samt 0:5-Wertung . Bekanntlich ist Spartas Mannschaft inzwischen jedoch komplett neu aufgestellt und wird versuchen, dem Aufstiegskandidaten diesmal sportlich Paroli zu bieten.

Sparta: Tobias Lissner; Tobias Sauermilch, Jeffrey Stock, Dietmar Modjesch (46. Minute Marcel Damerius), Björn Krüger, Andrew Asare, Alexander Brandt (64.Min. Yavuz Agirman), Frederick Krell, Dennis Schweer, Alexander Steinpreis, Arda Evrem (75. Minute Erhan Cilbo).