Burkert hält zwei Elfmeter

Krähen schalten das Licht ein und den Gegner aus

Am Dienstag stand für den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide das Achtelfinalspiel im Bezirkspokal auf dem Programm. Und nach dem TSV Mühlenfeld war mit dem TSV Fortuna/Sachsenroß Hannover erneut ein Landesligist am Waldsee zu Gast. Auch diesmal schafften es die Krähen, dem klassenhöheren Team die Grenzen aufzuzeigen und in die nächste Runde einzuziehen – in einem Spiel, das reichlich Potenzal für zukünftige „Weißt-du-noch“-Anekdoten bot. Der TSV KK, der zwei Tage zuvor noch ganz schwach agierte und mit 2:6 beim FC Mozaik unterging, zeigte sich wie ausgewechselt. Die Krähen spielten diesmal großartig auf und drängten die Fortunen von Anfang an in deren Hälfte. So kam die Pawlow-Elf zu einigen hochkarätigen Torchancen, von denen jedoch keine genutzt werden konnte. Wie so oft im Fußball, folgte die Rache auf dem Fuße. Fortuna kam in der 32. Minute zum erstenmal ernsthaft vor das Tor der Krähen, prompt mussten diese das 0:1 durch Sergej Ginger hinnehmen. Bis zur Pause wurde die Partie jetzt ausgeglichener, weitere Treffer blieben jedoch aus. Das änderte sich nach dem Seitenwechsel. Nachdem ein Schuss von Jan Thiemann noch haarscharf am Kasten vorbeigerauscht war, brachte die nächste Szene das 1:1. Torschütze Philipp Schmidt hatte seinen Treffer gemeinsam mit Jan Thiemann perfekt herausgespielt. Der Schuss schlug in der linken Ecke ein, und die Krähen waren im Spiel. In der 65.Minute lag die Führung auf den Füßen mehrerer KK-Spieler, doch verfehlten alle den Ball vor dem leeren Tor. Auf der anderen Seite klärte Ferdonando Cozzolino in höchster Not auf der Torlinie. Mittlerweile dämmerte es bereits stark, doch war das Flutlicht aufgrund eines Kurzschlusses ausgefallen. So wurde im Halbdunkel weitergespielt. Im Scheine des Vollmonds war es dann in der 78. Minute Sascha Daniel, der mit einem perfekt plazierten wuchtigen Schuss in den linken oberen
Torgiebel für die umjubelte Führung sorgte. Kurze Zeit später sah Fortunas
Nima Habibian Gelb-Rot. Dennoch schaffte der Landesligist in der 84. Minute durch Ginger den Ausgleich. Es war nun zu dunkel, um weiterzuspielen, und Schiedsrichter Michael Nitsche unterbrach die Partie für höchstens 30 Minuten. In dieser Zeit musste das Flutlicht wieder in Betrieb sein, sonst hätte ein Spielabbruch
gedroht. Nach etwa zehn Minuten war dann ein kollektives Aufatmen zu vernehmen. Die Lichter erfüllten wieder ihren Zweck, und das Pokalspiel
konnte weitergehen. Es blieb beim 2:2, und es ging ins Elfmeterschießen.
Jetzt schlug die Stunde von Leon Burkert. Der 19-jährige Torwart, der zu Saisonbeginn aus Godshorn gekommen war, avancierte mit zwei gehaltenen
Elfmetern zum Helden. Grandios auch die Schützen: Philipp Schmidt, Sven
Kampe, Antonio Oliveira und zu guter Letzt Benjamin Sumpf verwandelten
souverän, und das Viertelfinale war erreicht. Das Team startete nun eine ausge-
lassene und hochverdiente Siegesfeier nach diesem bemerkenswerten
Pokalabend. Am Sonntag wollen die Krähen versuchen, in der Liga an die
Leistung vom Dienstag anzuknüpfen In Engelbostel stehen sich der MTV
und KK gegenüber.

Mannschaft: Burkert, Cozzolino, Sumpf, P.Oliveira (ab 85.A.Oliveira),
T.Schmidt, M.Ulrich (ab 30.Walter), A.Ulrich (ab 46.Thiemann), Kramer,
Kampe, P.Schmidt, Daniel Trainer: Pawlow