Coach Cenk Onulmaz erzielt goldenes Tor

Thomas Möller und Christian Kreil retten die Null

Wiedergutmachung für die zuletzt zwei deftigen Niederlagen mit jeweils sechs Gegentreffern lautete die ultimative Vorgabe von Trainer Onulmaz an seine Elf vor dem Heimspiel gegen den Gast aus Luthe. Um dieses Vorhaben zu unterstützen, hatte Spartas Coach seine Mannen vor der Begegnung zum einem Krisengespräch versammelt und dabei nochmals Grundtugenden wie Einsatzbereitschaft und Zusammenhalt von allen Akteuren eingefordert. Trotz unverändert angespannter Personallage – diesmal fehlten mit Sascha Besser, Benjamin Einenkel sowie Emre Geltetik erneut drei Stammkräfte – zeigten die Schwarz-Gelben von Beginn an, dass sie gewillt waren, diesen Appell umzusetzen. Aus der Reserve kam dabei mit Matthias Pollmann ein Akteur zum Einsatz, der zuvor beim 9:4-Erfolg seines Teams gegen Ilten gleich sechs Mal erfolgreich war. Natürlich konnten die Anhänger in dieser Situation keine Wunderdinge in spielerischer Hinsicht erwarten, aber der Einsatz und die Moral stimmten diesmal zu 100 Prozent. Luthe zeigte sich beeindruckt vom forschen Auftreten und hatte zunächst wenig dagegen zu setzen. Echte Torchancen kamen jedoch kaum zustande, sieht man von einem Schubser an Maurizio Meloni im Strafraum ab, der ungeahndet blieb. Über das torlose Remis beim Pausenpfiff trösteten Besucher eigentlich nur die fast sommerlichen Temperaturen hinweg.
Lebhafter ging es dann auf beiden Seiten im zweiten Abschnitt zu. Die Gäste agierten nun etwas offensiver und Thomas Möller bekam mehrfach Gelegenheit sich auszuzeichnen, und das tat er mit Bravour. Auch Mannschaftsführer Christian Kreil, zuletzt beruflich in den USA unterwegs, bewies einmal mehr, welchen Stellenwert er für die Elf vom Silbersee besitzt und rettete hinten die Null. Mit dem Glück im Bunde waren die Spartaner dann gleich zweimal innerhalb einer Minute. Bei einem Schuss Luthes an den Querbalken in der 77.Minute und im Gegenzug, als Spartas Übungsleiter Cenk Onulmaz höchstpersönlich aus dem Gewühl das 1:0 für seine Farben markierte. Eine Resultaterhöhung lag kurz darauf in der Luft, doch erneut warteten die Hausherren nach einer Attacke an Maurizio Meloni vergeblich auf einen Elfmeter-Pfiff. Die Bemühungen des TSV, zumindest einen Punkt mitzunehmen verstärkten sich in der Schlussphase. Es wurde dabei deutlich, warum diese Mannschaft bisher nur 23 Saisontreffer zustande gebracht hat. Alles in allem sicherlich ein glücklicher Erfolg, der zweifellos auch der guten Moral der Schwarz-Gelben in diesem Charakterspiel geschuldet war.
Bei TuS Seelze, dem Gastgeber der Spartaner am Sonntag um 15 Uhr, läuten derzeit nach dem Abgang von etlichen Spielern die Alarmglocken. 25 Gegentreffer in den letzten vier Partien sprechen eine deutliche Sprache. Es bleibt abzuwarten, ob die Schwarz-Gelben ihre eigene Torbilanz ebenfalls aufbessern können.