Den ersten Matchball verwandelt

Die Ice-Lions bezwangen Wiehl klar mit 4:1.

Ice-Lions Langenhagen sind Rekordmeister

Der erste von zwei Matchbällen sollte es werden im Kampf um die Deutsche Meisterschaft im Sledge-Eishockey. Nach einem Hinspielsieg vor zwei Wochen wäre der Sieg gegen die Wiehl Penguins der erste Schritt in Richtung auf den mittlerweile zehnten Meistertitel für die Sledge-Eishockeyspieler aus der Region Hannover gewesen. Aus den dann noch verbleibenden zwei Begegnungen gegen Heidelberg und Kamen wäre der zweite Sieg so gut wie sicher gewesen. Doch es sollte unerwartet kommen.
Für die gut besuchte Begegnung zwischen dem Vorjahresmeister aus Langenhagen und den Wiehl Penguins griff Trainer Gerd Bleidorn zwar auf einen kompletten Kader zurück, musste dennoch auf die akuten Verletzung einiger Spieler Rücksicht nehmen. Den erwartungsgemäß mit starkem Tordrang aufspielenden Wiehlern standen über weite Strecken die erfahrenen Ice-Lions-Spieler gegenüber, die jüngeren Teammitglieder mussten sich in dieser wichtigen Begegnung mit weniger Eiszeiten zufrieden geben. Die Routiniers um Kapitän Torsten Ellmer versuchten gleich den ersten Spielabschnitt spielentscheidend zu gestalten. Gleich in der zweiten Spielminute nutzte Jörg Wedde die Gelegenheit zu einem Bauerntrick und schob die Scheibe dem ehemaligen Hannoveraner Marius Hattendorf ins Tor.
Die Penguins erhöhten das Tempo und konnte die zu dieser Zeit etwas schwach wirkende Defensive der Langenhagener mehrfach überwinden. Schlussmann Simon Kunst war jedoch absolut sicher. Der jetzt sehr offen ausgetragene Schlagabtausch eröffnete beiden Teams Chancen. Nur sollten es wiederum die Ice-Lions sein, die in der achten Spielminute durch Udo Segreff (Wedde,Ellmer) auf 2:0 erhöhen konnten. Nur eine Minute Später war es dann allerdings Nationalspieler Sebastian Kessler von den Penguins, der auf 2:1 verkürzte. Auf der anderen Seite hätte kurz darauf ein weiterer Treffer für die Ice-Lions für mehr Sicherheit sorgen können, wurde jedoch wegen einer Abseitsstellung aberkannt. So war es wiederum Segreff, der in der letzten Spielminute des ersten Drittels auf 3:1 (Appelkamp, Wedde) erhöhte.
Der Mittelabschnitt der Begegnung wurde aus Sicht der Niedersachsen im Schongang absolviert. Deutlich defensiv orientiert ließen die Ice-Lions die Gäste aus Wiehl ein ums andere mal im neutralen Drittel alt aussehen. Gewannen die Zweikämpfe und ließen sich dennoch nicht zu leichtsinnigem offensivem Spiel verführen. Das Schlussdrittel war dann wieder deutlich in den Händen der Gastgeber und mit fortschreitendem Spielverlauf ließen die Kräfte der Gegner deutlicher nach als die des Titelverteidigers. Den Schlusspunkt unter die Torejagd vor heimischem Publikum in dieser Saison setzte Jörg Wedde auf Zuspiel von Segreff und Ellmer.
Den jubelnden Athleten und Fans war allerdings noch nicht bekannt, dass zeitgleich die Spielgemeinschaft aus Bremen/Hamburg gegen die Kamen Barbarians gewann. Damit ist bei noch zwei offenen Begegnungen der Meistertitel bereits jetzt sicher wieder bei den Ice-Lions Langenhagen.
Mit dem mittlerweile zehnten Meistertitel dürfen die Niedersachsen sich mit Fug und Recht jetzt Rekordmeister nennen. Eine Leistung, die ihresgleichen im Sport der Region sucht. Erfreulich, dass auch die Nachwuchsarbeit bei den Ice-Lions klappt und auch künftige Titel zu erwarten sind. Nächstes Auswärts-Spiel:
Sonnabend, 2. April, 12.30 Uhr, Eishalle Eppelheim/Heidelberg gegen
Spiegemeinschaft Heidelberg Ice Knights.