Derby zwischen Krähen und Burgdorf hat es in sich

So freuen, wie im Halbfinale des Klaus-Hoffmann-Cup beim 5:0- Sieg über Adler Hämelerwald möchten die Spieler der TSV Burgdorf auch am Sonntag im Derby gegen den TSV Krähenwinkel(Kaltenweide jubeln. Auf unserem Foto nimmt Burgdorfs Neuzugang Hendrik Göhr (Nr. 10) von seinem Mannschaftskameraden Nico Eccarius (links Nr. 8) die Glückwünsche zur 1:0-Führung entgegegem, während sein Mannschaftskamerad Leonardo Berisha (rechts Nr. 30) das Ereignis freudestrahlend zur Kenntnis nimmt. Foto: Klaus Depenau

Zum Saisonauftakt der Landesliga noch kein Sieg für heimische Vereine

Region (kd). Keinen guten Start erwischten unsere Regionsvereine zum Saisonauftakt in der Fußball-Landesliga. Es fing bereits am Freitag mit einer Panne an, als das Heimspiel des Heeßeler SV gegen den TSV Barsinghausen nach zwanzig Minuten beim Stande von 0:0 wegen eines Gewitters und Dauerregen abgebrochen werden musste. Um so erfreulicher, dass die TSV Burgdorf mit einem torlosen Remis wenigstens mit einem Punkt die Heimfahrt vom Oberligaabsteiger 1. FC Wunstorf antreten konnte.
Mit Niederlagen endeten dagegen die Heimpremiere des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide gegen den den SV Bavenstedt (1:2) und das Gastspiel des SV Ramlingen/Ehlershausen beim Aufsteiger STK Eilvese, der die Partie überraschend mit 2:0 gewann.
Zur gewohnten Anstoßzeit um 15 Uhr soll am Sonntag in der MARKTSPIEGEL-Arena in Burgdorf das Heimspiel der TSV Burgdorf gegen den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide angepfiffen werden. Für beide Vereine die Gelegenheit, nach ihrer sieglosen Punktspielpremiere sich mit einem Sieg das nötige Selbstvertrauen für die kommenden Punktspiele zu holen. Sofern ihnen das in ihren Pokalspielen am gestrigen Dienstag mit Siegen und damit mit dem Weiterkommen in den Spielen der TSV Burgdorf gegen den VfL Eintracht Hannover und dem schweren Auswärtsspiel der "Krähen" beim 1. FC Wunstorf nicht bereits gelang. (Ergebnisse lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor).
Während sich die TSV Burgdorf mit einem 0:0-Remis wenigstens mit einem Punktgewinn beim Oberligaabsteiger 1. FC Wunstorf belohnte, mussten sich die "Krähen" dem letztjährigen Tabellenvierten SV Bavenstedt zu Hause durch das Tor von Brian Behrens aus der 58. Minute mit 0:1 geschlagen geben. "Wir hatten aber auch unsere Chancen. Allein die Möglichkeiten in der Schlussviertelstunde durch Marcel Kunstmann, Felipe Böttcher mit einem Lattenschuss und Marc Heineking hätten ausreichen müssen, dass wir bei diesen Hochkarätern nicht als Verlierer den Platz verlassen mussten" sagte Pascal Preuß. Zu allem Überfluss wurde den Krähenwinkelern in der Schlussminuten nach einem Handspiel eines Bavenstedter Spielers auch noch ein berechtigter Handelfmeter verwehrt. Ich kann nur hoffen, dass wir am Sonntag bei der TSV Burgdorf effektiver bei der Verwertung unserer Torchancen anstellen werden", wünscht sich der KK-Coach. Am Sonntag wird es für die Zuschauer der TSV Burgdorf zu einem Wiedersehen mit vielen ihnen bekannten Spielern kommen.
So vertraute Pascal Preuß, der noch in der abgelaufenen Saison den Heeßeler SV trainierte, gegen den SV Bavenstedt in der Anfangsformation mit Philipp Houck, Marlon Pickert, Halil Aydemir, Kevin Malarowski und Steven Calo auf gleich fünf Spieler, die noch in der abgelaufenen Saison zur Stammformation des Nachbarvereins aus Heeßel gehörten. Nicht zu vergessen - mit Patrick Schuder wird es auch für die TSV-Anhänger zu einem Wiedersehen mit einem ehemaligen Spieler der TSV Burgdorf kommen, der noch in der abgelaufenen Saison sechs Tore zum erfolgreichen Abschneiden der TSV Burgdorf beisteuerte.
„Das ist Schnee von gestern. Heute sind wir alles Spieler des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide", stellte noch einmal Pascal Preuß klar. Sein Burgdorfer Trainerkollege Holger Kaiser sieht nach dem Achtungserfolg mit dem Punktgewinn in Wunstorf der Auseinandersetzung mit den zahlreichen ehemaligen Spielern aus Heeßel mit Gelassenheit entgegen. "Wir schauen nur auf uns. Dass auch wir noch Nachholbedarf haben, konnten wir in Wunstorf in der ersten Halbzeit sehen, die eindeutig vom Gegner beherrscht wurde. Gegen Ende des Spiels hatten wir dann auch unsere Möglichkeiten. Ich glaube, wenn das Spiel noch eine Viertelstunde länger gedauert hätte, wären wir als Sieger vom Platz gegangen", spekulierte Holger Kaiser.