Deutsche Meisterschaft in Kaltenweide

Ole Geisbrecht auf der Startrampe.
Clubchef und Cheforganisator Klaus Tast zeigte sich beim Abräumen der Sperrgitter zufrieden. „Alles gut gelaufen. Schade, dass es ganz zum Schluss noch anfing zu regnen. Aber Hauptsache, niemand ist gestürzt und alles ist regulär verlaufen.“ Das stellte auch die „Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA)“ fest, die erstmals in Langenhagen anwesend war und bei diesem für die Radsportschüler U17 wichtigen Rennen einzelne Sportler testete.
Nicht nur der spätere Regen, sondern auch der starke Wind machte den meisten Aktiven zu schaffen. Einige hatten das Glück, dass der Wind im Laufe des Rennens nachließ. Dafür fehlte ihnen aber auf der Rückfahrt nach der Wende Resser Straße der Schiebewind. Zwei Zwischenfälle waren bemerkenswert: Einem Fahrer brach der Lenker, nachdem er von der Startrampe gerollt war und extrem „am Lenker zog“, wie es die Radsportler nennen. Er durfte aber später noch einmal starten. Dann drohte ein Reh vom Acker auf die Rennstrecke zu laufen, überlegte es sich aber doch noch und verschwand im Wald Richtung Flughafen.
Zunächst starteten am Sonnabend ab 14 Uhr die knapp 40 U17-Mädchen. Die schnellste war eine Niedersächsin, Hannah Buch vom Tuspo Weende (Göttingen) mit einem Schnitt von 38,5 Stundenkilometern vor Paula Leonhardt vom SC Berlin und Thalea Mäder von der RSC Turbine Erfurt. Der erste Schüler war auf der 10,4-km-Strecke eineinhalb Minuten schneller als die Siegerin. Mit einem Schnitt von knapp 44 Stundenkilometern siegte Moritz Kärsten vom RSV Osterweddingen (Sachsen-Anhalt) vor Oliver Spitzer vom RSV Venusberg (Zwickau, Sachsen) und Tim Tom Teutenberg vom FC Lexxi Speedbike (Bergisch Gladbach, Nordrhein-Westfalen). Naturgemäß stellten die Jungen mit knapp 100 Startern auch die größte Gruppe. Wie schon beim dritten Jungen kamen auch andere Teilnehmer aus Radsportvereinen mit ungewöhnlich klingenden Namen. Beispiele: „Staubwolke Fischeln“, „Radschläger Düsseldorf“, „Radlerlust Gomaringen“, „Endspurt Cottbus“, „Weiße Wolke Merzig“, „Die Schwalben München“, „Wanderlust Hofweier“ und „Edelweiß Oberhausen“. Auch frühere DDR-Vereinsnamen, wie „Turbine Erfurt“, „Einheit Lübben“, „Vorwärts Parchim“ oder „Lok Zwickau“ sind erhalten geblieben und waren vertreten.
Die beiden Langenhagener Starter, Ole Geisbrecht und Christopher Plenefisch, landeten im ersten Jahr in dieser Alterklasse erwartungsgemäß im Mittelfeld. Anderntags starteten die Schüler bei der Deutschen U17-Straßenmeisterschaft in Eldagsen, leider bei strömenden Regen.