Die Besten am Start

Hans-Peter Damitz (von links), Maria-Luise Kluge und Frank Gütermann behaupteten sich bei der Deutschen Meisterschaft in Bremen unter starker Konkurrenz.

LACler bei der Deutschen Meisterschaft

Im Bremer Weserstadion dreht sich für gewöhnlich alles um Fußball. Jetzt traf sich dort auf dem Vorplatz die Laufelite zur Deutschen Meisterschaft im Zehn-Kilometer-Straßenlauf. Die Sonne meinte es mit den Akteuren schon fast zu gut, aber Bäume an der Pendelstrecke am Stadion, die viermal durchlaufen werden musste, spendeten einigen Schatten. Die Festlegung von knapp bemessenen Zielschlusszeiten (beispielsweise mussten Läufer unter 50 Jahre die zehn Kilometer unter 40 Minuten bewältigen) hatte Wirkung gezeigt und fast nur die Schnellen an die Startlinie gelockt. Der LAC Langenhagen war ohne seine beiden Asse Andreas Solter und Hannelore Lyda, aber mit einer Frau und zwei Männern vertreten, um sich in diesem erlesenen Läuferfeld zu messen. Maria-Luise Kluge bringt die Erfahrung aus vielen nationalen und internationalen Master-Wettbewerben mit. In Bremen rief sie ihr Können in gewohnter Manier ab. Der Bronzeplatz in ihrer Klasse W70 schien in greifbarer Nähe, am Ende wurde es Platz fünf in 54:32 Minuten. Um auf das Siegerpodest zu kommen, hätten es 36 Sekunden weniger sein müssen. Auch Frank Gütermann hat bei Landes- und Bezirksmeisterschaften schon so manche Medaille errungen, aber hier in Bremen war auch in seiner Klasse M60 die deutsche Läuferelite vollzählig versammelt. Bei den doch recht hohen Temperaturen und dem an der Küste immer wehenden Wind, musste sich der Langenhagener gleich gegen mehrere Kontrahenten behaupten, die dicht beisammen liefen. In 41:52 Minuten kämpfte er sich mit Platz zehn noch gerade unter die Top Ten, nur vier Sekunden vor dem Nächsten. Dritter Teilnehmer vom LAC Langenhagen war Hans-Peter Damitz (Altersklasse ab 75 Jahre). Da er als Geher auf Grund altersbedingter Gehfehler einige Male aus Gehwettbewerben genommen worden war, legte er sich in der letzten Zeit mit dem Laufen ein zweites sportliches Standbein zu. Leider war es dann gerade eins seiner Beine, das ihn während der Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft in Bremen zu einer einmonatigen Trainingspause zwang. Trotzdem wollte er so gerne bei dieser Deutschen Meisterschaft dabei sein und wagte den Start. Dass die verbliebene Vorbereitungszeit doch zu kurz und die zehn Kilometer für ihn diesmal um 400 Meter zu lang waren, musste der Langenhagener kurz vor dem Ziel erfahren. Da kam nämlich der insbesondere von Marathonläufern so gefürchtete Mann mit dem Hammer und zwang ihn, das Ziel schon vor Augen, das Tempo drastisch zurückzunehmen. In 71:21 Minuten rettete er sich dennoch in das Ziel. Als Lohn für das Durchhalten gab es Platz acht in Klasse M75.