Die Devise: Berge statt Doping

Auf der "Tour der Leiden" mussten so einige Höhenmeter überwunden werden.

Andreas Düber auf der quäldich.de-Deutschland-Rundfahrt

Triathleten können auch Radfahren – diesen Beweis trat jetzt der Langenhagener Andreas Düber an und schilderte dem ECHO seine Eindrücke: 1.400 Kilometer, 23.000 Höhenmeter verteilt auf neun Etappen – das sind die Eckdaten der Deutschland-Rundfahrt die von dem Internet-Portal mit dem sprechenden Namen "quäldich.de" zum dritten Mal veranstaltet wurde. Gestartet wurde am 1. Juli in Bad Krozingen in der Nähe von Freiburg, das Ziel wurde am 10. Juli in Bad Neustadt in der bayerischen Röhn erreicht. Durchquert wurden der Schwarzwald, der Pfälzer Wald, der Hunsrück, die Eifel, das Bergische Land, das Sauerland und die Rhön. Die Streckenlängen variierten zwischen 150 bis zu 170 Kilometern. Im Schnitt wurden täglich zwischen 2.000 und 3.000 Höhenmeter bewältigt. Etwa 170 Teilnehmer verteilten sich je nach Leistungsfähigkeit auf fünf Tempogruppen. Ortskundige Guides leiteten die Gruppen sicher durch die allgegenwärtigen Schlaglochpisten,
in Deutschland offiziell auch "Straßen" genannt. Entstanden ist die Idee, eine Deutschland-Rundfahrt nur mit Hobbyfahrern zu organisieren, nachdem die Deutschland-Tour für Profis wegen der bekannten Doppingfälle eingestellt wurde.
"Berge statt Doping" lautet daher das Motto der Veranstalter.
Bei der quäldich.de-Deutschland-Rundfahrt stehen das Kennenlernen der Landschaft und das Gruppenerlebnis im Vordergrund, nicht der Wettstreit um die beste Zeit. Die Teilnahme an der Tour war ein Super-Gruppenerlebnis und eine neue Erfahrung, neun Tage ohne Pause täglich den Körper zu fordern.
Besonders beeindruckend war die perfekte Organisation und der Einsatz der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer die ihren Urlaub opferten,
um die Verpflegungsstationen aufzubauen, das Gepäck der Teilnehmer zu transportieren und die zahlreichen Defekte zu reparieren.