Die Spitze ist breiter geworden

Glücklich im Ziel: Birgit Komoll (links) und Roswitha Ebel.

Vier Geher aus Langenhagen bei Meisterschaften erfolgreich

Erst kurz vor Meldeschluss hatte sich Spartas Geherin Roswitha Ebel für die Deutschen Hallenmeisterschaften im 3.000-Meter-Gehen qualifiziert. Mit Betreuer Hans-Peter Damitz war sie zur Normerfüllung nach Berlin gereist. Dort traf die Spartanerin, die erst seit dem vergangenen Jahr vom Marathonlauf zum Gehen kam, auf die Mitfavoritin für den Deutschen Meistertitel, Brigitte Zeidler. Die Langenhagenerin konzentrierte sich ganz auf ihre Normerfüllung und verzichtete diesmal noch auf ein Kräftemessen mit ihrer Mitbewerberin in der Klasse W 50. Mit ihrer Berliner Zeit von 19:44,31 Minuten unterbot Roswitha Ebel deutlich die geforderte Norm, ihre Mitbewerberin vom PSV Berlin erreichte jedoch 19:00,46 Minuten.
Bei den Deutschen Meisterschaften in Frankfurt-Kalbach trafen die beiden dann aber im Feld der sieben Finalistinnen ungter anderem auf die Abonnementssiegerin der vergangenen Jahre, Marion Fuchs von Alemannia Aachen, aber auch auf Ebels Vereinskollegin Birgit Komoll. Die Spartanerin und Langenhagens Sportlerin des Jahres 2012 hatte in den letzten Jahren bei jeder Deutschen Meisterschaft mit auf dem Siegerpodest gestanden. Neben altbekannten Namen fand sich in der Meldeliste auch Antje Köhler aus Rastatt, ein unbeschriebenes Blatt bei den Geherinnen. Vom Startschuss weg setzte sich Favoritin Marion Fuchs an die Spitze, gefolgt von Antje Köhler. Mutig ging Roswitha Ebel das hohe Tempo mit. Diesem Trio konnte niemand folgen, selbst die stark eingeschätzte Berlinerin nicht. Als in der Schlussphase die Kräfte zu schwinden begannen, schlichen sich bei der Spartanerin kleine Gehfehler ein und bald prangte für sie eine Verwarnung an der Tafel. Mit dieser Vorbelastung entschied sich die Spartanerin, die Bronzemedaille zu sichern und nicht zu versuchen, mit hohem Risiko in die Entscheidung um den Titel einzugreifen. In einem packenden Endspurt ging dieser dann in 18:01,70 Minuten an Antje Köhler vor Marion Fuchs (18:04,65 Minuten). Nur 15 Sekunden dahinter holte sich Roswitha Ebel in persönlicher Bestzeit von 18:20,20 Minuten die Bronzemedaille. Die Berlinerin Brigitte Zeidler verbesserte ihre in Berlin erreichte Zeit zwar um drei Sekunden, musste sich aber in 18:56,99 deutlich mit Platz 4 begnügen. Die zweite Spartanerin im Feld, Birgit Komoll, kam in 20:00,60 Minuten auf Platz 6 und erkannte neidlos an, dass in ihrer Klasse die Spitze breiter geworden ist. Beide Spartanerinnen freuten sich aber riesig, dass sie zu dieser breiten deutschen Spitze gehören.
Bei den Meisterschaftswettbewerben waren noch zwei weitere Geher aus Langenhagen vertreten. Der Spartaner Hans-Peter Damitz startete in der Klasse W 70. Nachdem er kurz zuvor in Berlin unter optimalen Bedingungen eine neue persönliche Bestzeit von 20:02 Minuten gegangen war, brauchte er bei der Deutschen Meisterschaft in dem von der Taktik bestimmten Wettbewerb eine Minute länger. Karlheinz Teufert (Jahrgang 1929) vom SC Langenhagen war der älteste Teilnehmer der Meisterschaft. Mit zwei Verwarnungen der strengen Gehrichter belastet, nahm er das Tempo zurück und kam als einziger Teilnehmer der Klasse M 80 in 24:32,53 Minuten ins Ziel.