Direkt hinter Weltklassegeherin

Siegerin und Platzierte: Birgit Komoll (von links), Antje Köhler und Petra Schusters. (Foto: H.-P. Damitz)

Deutscher Vizemeistertitel für Langenhagener Geherin Birgit Komoll

Aus Beeskow in Brandenburg kommt die Geherfamilie Pohle. Sohn Hagen hat bei den Olympischen Spielen von London und Rio jeweils Plätze unter den Top Ten erkämpft. Jetzt traf sich die nationale Elite des Gehsports in seinem Heimatort zur Deutschen Meisterschaft im 5.000-Meter-Gehen auf der Bahn. Mit dabei waren zwei Sportler des LAC Langenhagen. Birgit Komoll ging gleich im ersten Wettbewerb bei optimalen Bedingungen an den Start. In ihrer Klasse (W 55) war jedoch auch, wie so häufig, Antje Köhler vom TV Bühlertal am Start, eine Weltklassegeherin in der Masterklasse. Und sie ließ vom Startschuss weg keinen Zweifel daran, wer in ihrer Klasse die Nummer ein ist. Da konnte für die Langenhagenerin die Devise nur lauten, die Silbermedaille zu holen. Und das gelang ihr in souveräner Manier. Kontinuierlich vergrößerte auch sie den Vorsprung auf die Nächstplatzierte, Petra Schusters (Alemannia Aachen). Damit stand der Ausgang des Wettbewerbs schon frühzeitig fest. Die Siegerzeit für Antje Köhler war 32:42,90 Minuten. Soweit dahinter blieb Birgit Komoll nicht mit ihren 34:08,87. Der Abstand zur Drittplatzierten hatte sich auf immerhin vier Minuten summiert. Bei der Siegerehrung traten die erzielten Zeiten in den Hintergrund. Die Drei genossen es, bei der Deutschen Meisterschaft auf dem begehrten Siegertreppchen zu stehen und die Langenhagenerin dachte schon an das nächste Jahr. Dann wird sie für ein Jahr ihre stärkste Konkurrentin los sein.
Der zweite Langenhagener Teilnehmer an der Deutschen Meisterschaft war Reinhard Krüger. Für ihn ist es das erste Jahr im nationalen Gehsport. In seiner Klasse M 55 hat er es nur mit alten Hasen zu tun. Reinhard Krüger versuchte trotzdem seine kleine Chance auf eine Medaille zu wahren und ging sein Rennen schnell an. Doch schon bald musste er feststellen, dass die Gefahr einer Disqualifikation wegen Gehfehlern immer größer wurde. Er nahm notgedrungen sein Tempo etwas zurück und bemühte sich sichtbar, den wie immer strengen Gehrichtern keinen Grund für eine Disqualifikation zu geben. So erreichte der Geher des LAC Langenhagen in 34:27,86 als Fünftplatzierter das Ziel. Von einer Medaille war er noch etwa fünf Minuten entfernt. Wie seine Vereinskollegin blickt Reinhard Krüger bereits in die Zukunft. Mit Beginn des nächsten Jahres kommt auch er in die nächsthöhere Altersklasse. Und dort werden auch für ihn die Karten neu gemischt.