Ein dramatischer Verlauf

Hannah Deliu (rechts) neben ihrer Vereinskameradin Natascha Jastrzemski.

Hannah Deliu erreicht den neunten Platz bei der Deutschen Meisterschaft U17

Einen eindrucksvollen Abschluss ihres ersten Wettkampfjahres in der Altersklasse U17 erreichte Hannah Deliu vom Judo-Club Godshorn mit dem neunten Platz bei den Deutschen Meisterschaften am 25. Februar in Neuhof/Hessen.
Hannah hatte sich mit dem Gewinn der niedersächsischen und der norddeutschen Meisterschaft für Neuhof qualifiziert. Das Turnier verlief äußerst dramatisch für Hannah. Nachdem sie gleich mit einem schnellen Ippon per Haltegriff am Boden den ersten Kampf gewann, traf sie auf Lara Wüste aus Nordrhein-Westfalen. Hannah griff beherzt an, setzte aber nicht ihre Spezialtechnik ein, sondern einen Uchi-mata, den die Gegnerin konterte und eine mittlere Wertung erzielte. Nach zwei Minuten Kampfzeit versuchte Hannah einen weiteren Uchi-mata, wurde erneut gekontert und fiel so unglücklich über den Nacken, dass sie zunächst reglos am Boden blieb und die Sanitäter Hannah mit Verdacht auf Halswirbelsäulenverletzung per Trage von der Matte bringen mussten. Obwohl die Gegnerin für die Aktion nur einen Yuko erhielt, war der Kampf damit für Hannah beendet.
Glücklicherweise stellte sich bei der Untersuchung durch den Hallenarzt heraus, dass Hannah sich lediglich eine Zerrung der Nackenmuskulatur zugezogen hatte.
Mit allerlei Hausmitteln wurde sofort mit Massage eingesetzt. Erst schien es, als wäre das Turnier für Hannah zu Ende, aber bis zur Trostrunde war noch eine Stunde Zeit.
Als Hannahs Einsatz näher rückte, wollte sie es dann doch wagen, weiter zu kämpfen, obwohl sie den Kopf nicht zur Seite drehen konnte. Dennoch hatte die Gegnerin Förste aus Thüringen keine Chance, per Kosoto-Gake wurde sie nach neun Sekunden auf die Matte befördert.
Danach kam Schopper aus Württemberg an die Reihe. Die erfahrene Kämpferin, die bereits auf mehreren Bundessichtungsturnieren auf dem Treppchen stand, hatte gegen Hannah nichts entgegenzusetzen. Mit beherzten Bodenaktionen aus Sankaku und Würgeangriffen gewann Hannah den Kampf nach weniger als drei Minuten.
Im anschließenden Kampf gegen Dewitz aus Berlin war Hannah dann auf Grund der vorangegangen Anstrengungen unkonzentriert, was die Gegnerin sofort ausnutzte und Hannah mit Hüftwurf besiegte.
Damit erreichte die Godshornerin Hannah Deliu ein Platz unter den Top 10 Deutschlands und die beste Platzierung der in ihrer Gewichtsklasse angetretenen Kämpferinnen des Jahrgangs 98.